Die letzte und größte Schlacht um die verbleibenden .eu-Domains hat heute, Freitag, pünktlich um 11.00 Uhr begonnen. Ab diesem Zeitpunkt können auch alle Privatpersonen ihre gewünschte Webdomain zugeteilt bekommen. Gestern endeten die beiden jeweils zweimonatigen Registrierungsphasen, die ausschließlich Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen sowie Markenrechte-Inhabern vorbehalten waren. Laut Angaben der offiziellen europäischen Vergabestelle Eurid wurden bis Freitag früh etwa 350.000 Adressen auf diesem Weg vergeben. Für die jetzt startende Phase drei rechnen die Verantwortlichen mit bis zu einer Mio. vergebenen Adressen allein in den ersten beiden Tagen. Pünktlich zum Start sind die whois-Server von Eurid erst einmal unter der Last zusammengebrochen. ”Nach dem regen Interesse während der beiden ersten Registrierungsperioden, ist für diese letzte Phase ein regelrechter Ansturm zu erwarten”, prophezeit Eurid-Pressesprecher Patrik Lindén im pressetext-Interview. Einzige Bedingung für eine Zuteilung einer .eu-Domain ist nunmehr der Nachweis einer europäischen Anschriftadresse des Antragstellers. Ähnlich wie bei anderen Domainendungen geht es auch bei der europäischen Domainvergabe ab sofort vor allem um Schnelligkeit. Die am schnellsten bei Eurid landende Anfrage wird zuerst bearbeitet. Im Gegensatz zur Vergabepraxis bei existierenden Domainendungen waren aber multiple Voranmeldungen für dieselbe Domain zulässig. Für hunderttausende Antragsteller beginnt somit jetzt das bange Warten, ob ihre Wunschadresse auch tatsächlich zugeteilt wird. Zum jetzigen Zeitpunkt übermitteln alle Registrare ihre Domains im abwechselnd an die Eurid. Alleine STRATO sendet seit 11 Uhr rund 250.000 Domainregistrierungen.

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