1&1 USA als Pionier bei APS

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Als erster Webhoster hat die 1&1 Internet AG in den USA jetzt die erste APS-fähige Hostingumgebung auf den Markt gestellt. Mit der APS-Definition soll ein übergreifender Standard für Applikations-Paketierung etabliert werden, mit dem Software as a Service zum Durchbruch verholfen werden soll. APs, SaaS: Neue Abkürzungen schwappen durch die Hosting-Szene. Schon seit Jahren kommt in der Diskussion mit und über Webhoster immer wieder das Thema des Application Service Providings (ASP) hoch. Nach diesem Modell betreiben Webhoster nicht nur eine Plattform, sondern direkt auch schon Applikationen für den Kunden. In der Praxis beschränken sich ASP-Lösungen auf dem Massenmarkt derzeit noch auf Exchange- oder Groupware-Hosting sowie einige branchenspezifische Lösungen. Aber der Großteil der Hosting-Angebote ist bleibt derzeit eine reine Bereitstellung von Webspace im Sinne einer Plattform. Diverse Hoster haben ihre Angebote mit intelligenten Installationsverfahren aufgewertet, so z.B. Pionier Lycos mit seiner 1-Click Installation. Diese Verfahren erlauben es bestimmte Applikationen (z.B. osCommerce als Webshop oder Joomla als CMS) einfach per Mausklick zu installieren. Aber sie waren in der Vergangenheit stets spezifisch auf einen Webhoster und/oder eine Verwaltungssoftware ausgelegt. Diesen Zustand will SWsoft, schwergewichtiger Softwarehersteller für die Hosting-Branche, durch einen im März 2007 vorgestellten neuen, offenen Standard beenden: APS oder Application Packaging Standard. Dieser Standard soll es zukünftig Software-Anbietern erlauben, ihre Applikationen einmal zu paketieren und sie somit auf beliebigen Hosting-Angeboten lauffähig zu machen. Mit 1&1 USA gibt es jetzt den ersten größeren Hoster, der diesen Standard als Zielumgebung auch unterstützt. Kunden von 1&1 können somit mit APS paketierte Software einfach in ihrer Hosting-Umgebung lauffähig machen und nutzen. Noch ist der Nutzungsgrad dieser Technologie gering, aber in ihr steckt viel Potential. Potential für Softwarehersteller, die ihre Applikationen so “serverfähig” machen können und Potential für Hoster, die weg vom reinen Bereitstellen von Speicherplatz hin zum echten Application Providing kommen könnten. Software as a Service könnte so zu einem Durchbruch gelangen. Jetzt hängt aber zunächst alles von der Marktakzeptanz ab: Wird es genügend Hoster geben, die APS unterstützen? Und gibt es genügend Software, die APS-fähig wird? Wir schauen gespannt auf die nächsten Entwicklungen.

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