ownCloud 4 kommt mit Versionierung, ODF-Viewer, Drag&Drop sowie verbesserter Verschlüsselung

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Cloud HostingDropbox zum Selberbauen: Die ownCloud-Community gibt die Freigabe von ownCloud 4 bekannt. Bereits mehr als 450.000 Anwender setzen die kostenlose File-Synchronisierungs- und File-Sharing-Software ein, um Adressen, Termine, Bookmarks und Office-Dateien zu verwalten und mit ihren verschiedenen Endgeräten zu synchronisieren.

“Dank der aktiven Entwickler-Community von ownCloud können wir neue Ideen schnell umsetzen und Privatanwendern sowie professionellen Nutzern als ausgereiftes Produkt zur Verfügung stellen”, erklärt Frank Karlitschek, Gründer und Projektleiter von ownCloud. “Diese Kombination aus Innovationsgeschwindigkeit und Softwarequalität ist bezeichnend für lebendige OpenSource-Entwicklungen.”

Zu den neuen Features gehören:

  • Versionierung
    ownCloud 4 unterstützt die Versionierung von Dateien. Alle Änderungen werden als jeweils eigene Version einer Datei gespeichert und können bei Bedarf nachvollzogen werden. Insbesondere können damit “ältere” Versionen einer Datei einfach wiederhergestellt werden.
  • Viewer für Open Document Format
    Zudem umfasst die neue Version auch einen Viewer für Open Document Format (ODF), das als Standard von den Office-Programmen LibreOffice und Apache OpenOffice verwendet wird. Damit lassen sich Texte, Tabellen und Grafiken mit dem Web-, Windows- und Linux-Client von ownCloud lesen, ohne dass die Dateien dafür auf dem entsprechenden Endgerät gespeichert werden müssen. ownCloud ist nach eigenen Angaben die erste File-Sharing-Software, die diese Funktion anbiete.
  • Drag & Drop
    Mit Drag & Drop können die Anwender eine Datei direkt von ihrem Desktop in den ownCloud Web- oder Desktop-Client ziehen, um sie im ownCloud-System zu speichern. Dabei können Dateien auch direkt in Unterordnern abgelegt werden.
  • Serverseitige Verschlüsselung
    War bislang bereits die Verbindung zwischen Client und Server SSL-verschlüsselt, so können sensible Dateien nun auch verschlüsslt auf dem ownCloud-Server abgelegt werden, so dass nur der Schlüsselinhaber die Datei wieder lesbar machen kann.
  • Application Programming Interface
    Ein weiteres Highlight könnte das neue Application Programming Interface (API) werden, mit dem Entwickler zusätzliche eigene Programme für ownCloud sehr viel einfacher entwickeln können.
  • Freigegebene und öffentliche Kalender
    Eine wichtige Verbesserung bringt ownCloud 4 auch für Teamarbeiter: Neben eigenen Kalendern werden nun auch freigegebene und öffentliche Kalender synchronisiert.
  • Kombination von eigenem Speicher mit Cloud-Storage
    Neben Dateisystemen, die Daten auf eigenen Speichersystemen verwalten, können Anwender mit ownCloud 4 zusätzlich auch externe Cloud-Speicher eingebinden. Damit haben sie die Möglichkeit, unternehmenskritsche Dokumente auf eigenen Servern und weniger wichtige Daten  in der Cloud zu speichern – und können dennoch alle Dateien mit einer einzigen Benutzeroberfläche verwalten. Diese Funktion ist in ownCloud 4 noch als “experimentell” gekennzeichnet und wird in den kommenden Wochen auch für den produktiven Einsatz freigegeben werden.

Neu ist auch ein Plugin für die Verwaltung von Aufgaben. Weitere Verbesserungen bietet ownCloud 4 bei “Kontakten und Gruppen”, bei der Fotogallerie, bei der Performance und der Installation von Plug-Ins. Eine Übersicht aller Neuerungen von ownCloud 4 liefert http://owncloud.org/features

Die Community-Edition ownCloud 4 steht kostenlos zum Download bereit unter http://www.owncloud.org

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