GoDaddy wird angegriffen: 45 Millionen Kunden offline?

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Der US-amerikanische Webhoster GoDaddy wurde in der Nacht auf Dienstag Opfer eines Denial of Service Angriffs gegen seine DNS-Server. Viele Webseiten waren sporadisch nicht mehr erreichbar. Inzwischen wurde der Service für die meisten Kunden wieder hergestellt.

45 Millionen Kunden lassen ihre Webseiten bei GoDaddy hosten. Viele von Ihnen hatten am frühen Dienstagmorgen unserer Zeit ein Problem. Rund 4 Stunden lang waren Seiten sporadisch nicht aufrufbar, auch Go Daddy SSL-Zertifikate funktionierten nur eingeschränkt. Die genaue Zahl der betroffenen Kunden ist noch unbekannt – ebenso die technischen Hintergründe.

Laut verschiedenen Presseberichten soll es sich um einen Denial of Service Angriff gegen die Nameserver-Infrastruktur des Providers gehandelt haben. Fällt der Nameserver aus, sind die Seiten an sich noch verfügbar aber für Kunden nicht aufrufbar. In einer kurzen Stellungnahme spricht das Unternehmen davon, dass zu keinem Zeitpunkt Kundendaten, Kreditkartendaten oder Passwörter kompromittiert wurden.

Nach unbestätigten Meldungen soll der Angriff von einem, dem Anonymous-Kollektiv nahestehenden Hacker durchgeführt worden sein, der gegen die Zensur-Bemühungen des Providers protestieren wollte. GoDaddy hatte zunächst das umstrittene US-Gesetz SOPA unterstützt, welches dem deutschen ACTA vergleichbar ist. Erst nach massiven Protesten ist GoDaddy hiervon abgerückt.

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