Thema: Cluster aus Standartprogramm
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28.10.2010 00:27Cluster aus Standartprogramm
Hallo,
ein neues Projekt steht an.
Hier für soll ein Cluster aus 5 bis 11 Server aus dem Standardprogramm des Provider genommen werden. Die genauen Mindestanforderungen der einzelnen Server und eventuelle Aufrüstungen an Ram, Festplatten, Netzwerkkarten werden zur Zeit ermittel.
Anforderungen:
Trafficflat (Ohne Drosselung bei heftigen Besucherstrom).
Innerhalb von ca. 15 Minuten sollte der Provider weitere Server einbinden können.
Es wird ein speziell kompiliertes Linux als Betriebssystem benutzt.
Bei erfolgreichem Projekt ist Colocation angedacht. Hier bei wird aber auch Hardware eingesetzt, die zum Teil nicht im Webbereich üblich ist.
Da hierdurch schon etliche Hoster durch fallen, wäre ich für jeden Tip, welchen Hoster ich mir näher ansehen sollte, dankbar.
trave
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28.10.2010 09:32AW: Cluster aus Standartprogramm
Deine Angaben sind recht unspezifisch. Das einzige Problem (da aber ein erhebliches) sehe ich in der geforderten sehr kurzen Bereitstellungszeit für neue Server. Hier ist wahrscheinlich Amazon EC2 oder ein ähnliches Angebot zu empfehlen.
CheatahGeändert von Cheatah (28.10.2010 um 09:35 Uhr)
- 28.10.2010 09:46
AW: Cluster aus Standartprogramm
Eigentlich ist das alles kein Problem, aber du hast es auch so ungenau / unspezifisch geschrieben dass man nichts genaues rauslesen kann.
Eine Bereitstellungszeit von 15 Minuten halte ich persönlich jedoch für Wahnsinn. Lieber, wenn das Projekt schon so groß ist, N+2 Server als Nodes in den Cluster geben. Dann habt ihr entsprechend eine Bufferleistung. Mit richtigem Monitoring und Analyse könnt ihr dann rechtzeitig neue Systeme ordern, konfigurieren etc. bevor die 2 Server ausgelastet sind.
Bei der von dir angesprochenen komplexität / größe des Projektes sollten die 2 "Hotspare" Server kein finanzielles Problem darstellen.
Was genau "Webuntypische" Hardware ist, müsstest du jedoch genauer erläuternMfG Dipl.-Ing. Jürgen Ladstätter
Inh. TecServer.com ... Wo der Kunde endlich einmal König ist
- om328.10.2010 10:07
AW: Cluster aus Standartprogramm
15 Minuten. Harte Herausforderung, aber wenn die Umgebung homogen ist und man entsprechende Betriebssystem-Templates vorab anfertigen kann, sind diese 15 Minuten machbar.
Eine Frage des SLA´s. Extrem knapp ist es aber immernoch. Ich würd´s nicht unterschreiben, auch wenns haarscharf machbar ist. Der Diensthabende muss nur mal auf Toilette sein, schon gibts ne Vertragsstrafe oder man muss blind 1-3 fertige Systeme im Rack hängen haben, die man nurnoch einschalten muss, um den Vertrag erfüllen zu können.
Alles eine Frage der Kosten.
Wie die Kollegen aber schon erwähnten, so unspezifisch, wie die Anfrage momentan im Raum steht, kann man kaum verlässliche Ansagen machen.
- 28.10.2010 10:26
AW: Cluster aus Standartprogramm
Guten Tag,
dies sollte - mit einer definitierten Anzahl pro Tag/Woche zusätzlich aktivierbarer Server - jeder auf individuelle Lösungen ausgerichtete ISP mit entsprechender Infrastruktur anbieten können. Eine entsprechende Ausschreibung mit konkreten Daten im Marktplatz könnte hier sinnvoll sein.
Gruss,
nick vollmar
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10.11.2010 18:51AW: Cluster aus Standartprogramm
Hallo,
mit nicht üblicher Hardware im Cluster neben den Standardservern meine ich so was wie, SM 10000 von SeaMicro, SiCortex SC072 , Nvidea Tesla oder Tilera von Quanta. Es gibt ca. 10 bis 20 verschiedene Techniken im Soft- und Hardwarebereich die in Frage kommen könnten. Tests werden zeigen welche Kombinationen die besten Ergebnisse liefern. Zur Zeit ist noch alles offen für den eigenen Cluster im Colocation.
Cloud kommt nicht in Frage. Man kann die Anbieter nicht wechseln, wie es aber gerne werbewirksam verkauft wird. Die Systeme sind mehr oder weniger proprietär. Es kann rechtliche Probleme geben, wenn man nicht weiß in welchem Erteil die Daten gerade ihr Wohnzimmer haben. Ad hoc Leistung ist teuer. Gewisse Rechenpower kann man nicht planen und kauft sie daher zu teuer ein.
Die ca. 15 Minuten sehe ich nicht als schnell an. Wenn unvorhersehbare Spitzen abgefedert werden müssen, nicht erst wenn die Portalbesucher von dannen gezogen sind.
Der Standort sollte Deutschland sein. Wie gesagt, es soll nur eine Vorauswahl sein, welche Hoster in Frage kommen könnten. Wenn die Daten für die Ausschreibung vorliegen, möchte ich aus dieser Auswahl die entsprechenden Hoster kontaktieren und nicht erst mit der Suche beginnen müssen.
Für Vorschläge bin ich immer offen.
trave
- 11.11.2010 08:10
AW: Cluster aus Standartprogramm
@Trave
Für ein solches Projekt werden Sie einen Provider benötigen, der individuell auf den Kunden eingehen kann und will. Im Regefall werden gerade Anbieter, die aufgrund der Größe in der Lage sind große Mengen Server vorzuhalten und relativ schnell zu aktivieren, die notwendige Flexibilität für so ein Projekt vermissen lassen. Im Umkehrschluss werden Anbieter, die Ihre Anforderungen leisten können, diese entsprechend preislich würdigen. Es gibt einige Mittelständler die hier in Frage kommen, da dieser Forumsteil jedoch werbefrei bleiben muss, können die betreffenden Firmen es Ihnen nicht sagen.
Mit freundlichen Grüßen
Michael WeichselgartnerWebControl GmbH
Schimmelbuschstr. 9
40699 Erkrath
- 11.11.2010 09:31
AW: Cluster aus Standartprogramm
Vielleich einfach mal eine Auschreibeung im "Marktplatz Suchen" machen, dann bekommen Sie sicherlich schon eine kleine Vorauswahl.
Mit freundlichen Gruß Gilbert Brandt
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11.11.2010 10:00AW: Cluster aus Standartprogramm
Ich persönlich denke, dass es deine Aufgabe ist, entsprechende Leistungsreserven vorzuhalten und nicht die des Hosters. Mit deinem Kriterium, dass neue Hardware innerhalb von 15 Minuten bereitgestellt werden muss, schränkst Du deine Providerauswahl stark ein. Ich kann mir gut vorstellen, dass es damit letztlich teurer wird, als wenn Du gleich ein paar Server mehr anmietest, als Du eigentlich benötigst.
Cheatah
- om311.11.2010 10:35
AW: Cluster aus Standartprogramm
Diese Diskussion hatte ich erst letzte Woche mit einem größeren Kunden.
Hardware skaliert nunmal linear, nicht dynamisch. Das sieht allenfalls so aus. Man muss immer das vorhalten, was als Peak zu erwarten ist, soweit es überhaupt absehbar ist.
Die Besucherströme sind jedoch unkontrollierbar.
Und schon ist der zu lösende Konflikt auf dem Tisch.
Wem die technische und infrastrukturelle Ressourcenplanung nun obliegt, ist die Frage.
Ich würde das ebenfalls dem Betreiber, nicht dem Techniklieferanten zuordnen.
Cloud, Grid und wie sie alle heißen sind in der Regel auch an fest vergebene Ressourcen gebunden, die ihr Limit haben.
Bis vor wenigen Monaten dachte ich auch, ich wäre auf so einiges gefasst.
Bis irgendein kleiner Kunde (Werbeagentur) es geschafft hat, einen Flyer nebst Webadresse zum bestellen deutschlandweit bei einem großen Discounter zu platzieren. Endegelände.
Ohne gute Planung und Vorbereitung - mit der Du dich ja rühmlicherweise bereits befasst - sind Leistungsdellen vorprogrammiert. Aber es ist dein Portal, nicht das des Anbieters und letztendlich reißen sie dir den Kopf runter, nicht den des Anbieters :-)
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