Der Konnektivitätsprovider LambdaNet hat auf Produkte von Nortel gesetzt. Der große amerikanische Hersteller von Netzwerkprodukten musste jetzt Insolvenz anwenden, so dass Nutzer dessen Hardware grundsätzlich Gefahr laufen in der Servicewüste zu landen. LambdaNet stellts jetzt sein Konzept zur Sicherstellung des Services vor.

Nach gescheiterten Sanierungsversuchen hat der große nordamerikanische Telekomausrüster Nortel in der vergangenen Woche Insolvenzantrag mit Gläubigerschutz nach US-Recht (Chapter 11) am Sitz in Kanada und in den USA gestellt. Für Europa ist für einige Töchter ein ähnlicher Schritt geplant. Die LambdaNet Communications Deutschland AG hat als in der Vergangenheit auf Hardware und Serviceleistungen von Nortel gesetzt, sich nach eigenen Angaben aber rechtzeitig auf eine mögliche Insolvenz des Unternehmens vorbereitet. Bereits im Januar 2008 fiel seitens LambdaNet die Entscheidung für ein integriertes Maintenance-Konzept, das die Kündigung bestehender Verträge zum Jahresende 2008 mit Nortel zur Folge hatte. Seit dem 1. Januar 2009 wird der Netzbetrieb hinsichtlich des gesamten, im LambdaNet-ITK-Netz eingesetzten Nortel-Equipments inklusive des Austauschs von entsprechender Hardware im Fehlerfall durch eigenes qualifiziertes Personal sichergestellt. „Dadurch integrieren wir das technische Know-how mehr und mehr im Unternehmen und können auch langfristig unseren Kunden eine hohe Verfügbarkeit ihrer Services garantieren“, erläutert Uwe Knoke, Leiter Operations der LambdaNet.

„Nortel galt bereits seit Jahren als Wackelkandidat, deshalb haben wir frühzeitig reagiert. Durch die konsequente Umsetzung eines integrierten Maintenance-Konzeptes für sämtliche in unserem ITK-Netz befindliche Hardware, das u. a. ein optimiertes Lager- und Logistikkonzept mit externen Partnern ermöglicht, konnten wir frühzeitig wichtige Synergieeffekte nutzen.“

LambdaNet ist aufgrund der Erweiterung um besagte Servicekompetenz und durch das Insourcing von Know-how in der Lage, für die vom Nortel-Insolvenzverfahren betroffenen Netzbetreiber und deren Kunden entsprechende Servicedienstleistungen im Bereich Netzbetrieb zur Verfügung zu stellen. Bereits im Verlauf des Jahres 2008 hat LambdaNet in die langfristige Verfügbarkeit von Ersatzteilen für das verwendete Nortel-Equipment investiert, so dass langfristig an allen deutschen Standorten sowie an Standorten in Tschechien, Österreich, Frankreich, den Niederlanden und UK im Bedarfsfall der garantierte Service Level gegenüber den LambdaNet Kunden eingehalten werden kann. „Unsere Kunden werden das Nortel-Insolvenzverfahren nicht zu spüren bekommen“, resümiert Uwe Knoke.