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Thema: Kein Rentenzwang für Selbstständige


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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Zitat Zitat von heutger Beitrag anzeigen
    Insoweit kann ich darkstar nicht wirklich beipflichten, Punkt a) erledigt sich mittelfristig von selbst, die Grundsicherung wird witzlos sein, falls sie mittelfristig überhaupt noch existiert
    Ich vergasz zu erwaehnen, dasz ich die Orientierung auf die Grundsicherung nicht billige. Ich halte die Grundsicherungshoehe aber fuer eine Orientierung, wie hoch das absolute Renten-Minimum aktuell sein sollte.

    Zitat Zitat von heutger Beitrag anzeigen
    und b) Preisdumping kommt nicht von nicht gezahlten Renten / niedrigeren Kosten sondern von Fehlkalkulationen (auch bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen hatten etliche Controller wohl gerade Urlaub), Marktdruck, kurzfristigem Gewinndenken, fehlender Dynamik in der mehrwerten Eigenleistung, ...
    Und die Nicht-Kalkulation der eigenen Altersvorsorge halte ich fuer eine Fehlkalkulation. Man sollte diese aber auch so erkennen und wie bei jeder anderen Fehlkalkulation die Folgen tragen und nicht auch noch in 40 Jahren an die Gemeinschaft sozialisieren (Vorausgesetzt: das System bleibt...)
    Bei den Kosten der UMTS-Lizenzen spielte uebrigens auch die Schaffung von steuerlich zulaessigen Finanzierungstatbestaenden in Relation zu einer Holding sowie der Erhalt des Firmenwertes durch weitere Marktteilnahme etc. eine grosze Rolle.

    Zitat Zitat von heutger Beitrag anzeigen
    Wie viel Deiner gezahlten Beträge hast Du dabei an die Versicherungsgesellschaft gezahlt, wie viel Deiner garantierten Werte frisst die Inflation weg und wenn die Politiker an das Geld ran wollen, fällt diesen bestimmt noch eine schöne Steuer ein, mit der man auch den Sparstrumpf rupfen kann. ;-)
    Ein bisschen was bleibt beim Vermittler, praktisch behaelt die Versicherung einen gewissen Anteil der Verzinsung als "Handelsspanne", garantiert aber auch eine Mindestverzinsung, die Politik bleibt aber wie immer unberechenbar. Als Inflationsabsicherung bleibt einem eigentlich nur die diversifizierte Investition in Unternehmen.

    MfG
    darkstar

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Zitat Zitat von darkstar Beitrag anzeigen
    Ich vergasz zu erwaehnen, dasz ich die Orientierung auf die Grundsicherung nicht billige. Ich halte die Grundsicherungshoehe aber fuer eine Orientierung, wie hoch das absolute Renten-Minimum aktuell sein sollte.
    Das habe ich schon so verstanden und auch ich billige dies nicht, ich billige aber auch keinerlei Grundsicherung oder Minimum. In Ländern wie Singapur, wo durchaus man als Arbeitsloser echt ein Problem hat, bekommt man als solcher ein Taxi gestellt und muss dann eben Taxi fahren und verdient sich damit sein "Arbeitslosengeld". Wir hätten hier auch genug in Deutschland zu tun, keine ABM, wirklich zu tun, wo just solche, die meinen, sich nicht absichern zu müssen, sich dann wieder etwas verdienen könnten und damit zumindest auf ihr Minimum kämen. Aber solange wir hierfür Leute aus dem Ausland brauchen (Beispiel: Spargelstechen), weil sich die lieben einheimischen Arbeitslosen zu fein sind, wo so manch ein Existenzgründer, das ist die andere Seite der Medaille, sich fragt, ob er sich nicht lieber arbeitslos meldet, da er aufgrund des Marktdrucks, der Auftragslage und möglichen Preise nicht mehr als ein Arbeitsloser verdient, dafür aber 40 Stunden und mehr durch schafft, das habe ich auch schon mitbekommen und da wurde nicht fehlkalkuliert oder selbst etwas falsch gemacht sondern einfach nur versucht, mit am Markt zu bestehen, dann stimmt etwas mit unserem System nicht.

    Zitat Zitat von darkstar Beitrag anzeigen
    Und die Nicht-Kalkulation der eigenen Altersvorsorge halte ich fuer eine Fehlkalkulation. Man sollte diese aber auch so erkennen und wie bei jeder anderen Fehlkalkulation die Folgen tragen und nicht auch noch in 40 Jahren an die Gemeinschaft sozialisieren (Vorausgesetzt: das System bleibt...)
    Richtig und genau deshalb kann und darf das System nicht bleiben. Das ist wie beim Rechtsüberholen. Statt die Rechtsüberholer schärfer zu bestrafen sollte man vielleicht mal angehen, warum es schnarchende Linksfahrer gibt. Denn alleine per Definition, wenn da links niemand ist, der definitiv zu langsam fährt, keinen überholt o. Ä. KANN man ihn nicht rechts überholen das ist faktisch unmöglich. Aber auch hier, es wird halt i.d.R. nicht an der Ursache gearbeitet, das könnte ja unangenehme Folgen, auch für einen selbst, haben und man müsste sich ja eingestehen, dass das bisherige System wirklich falsch/schlecht/... war, sondern immer nur versucht, die Wirkung nachzubessern.

    Zitat Zitat von darkstar Beitrag anzeigen
    Bei den Kosten der UMTS-Lizenzen spielte uebrigens auch die Schaffung von steuerlich zulaessigen Finanzierungstatbestaenden in Relation zu einer Holding sowie der Erhalt des Firmenwertes durch weitere Marktteilnahme etc. eine grosze Rolle.
    Das ist durchaus richtig, sonst hätten wir jetzt auch einige mehr insolvente Firmen, genau wie Griechenland stecken und laufen hier ganz andere Pläne dahinter. Nichtsdestotrotz, genau wie die Geizistgeil-Mentalität die Preise runterdrückt und wenn alle fleißig mitmachen, es nicht besser werden wird, so hat man hier die Preise atemberaubend hochgejubelt, da waren auch alle Mitbieter ihres eigenen Glückes Schmied. Eine derartige Aktion hat es daher auch in dem Ausmaß nicht wieder gegeben, selbst in anderen Ländern wurde darauf geachtet, dass es hier keine solchen Ausmaße annehmen werden wird.

    Zitat Zitat von darkstar Beitrag anzeigen
    Ein bisschen was bleibt beim Vermittler, praktisch behaelt die Versicherung einen gewissen Anteil der Verzinsung als "Handelsspanne", garantiert aber auch eine Mindestverzinsung, die Politik bleibt aber wie immer unberechenbar. Als Inflationsabsicherung bleibt einem eigentlich nur die diversifizierte Investition in Unternehmen.
    Und dann brauche ich keine solche Versicherung. Wozu beim Vermittler? Ich kann das auch direkt, die meisten heutigen "Fachleute" im Bereich Versicherung oder bspw. auch im Reisebüro leisten nicht wirklich mehr wie ein, wie hies das so schön "frisch Gegoogleter", wähle ich eine Direktversicherung, das ist wie Congstar vs. Telekom, habe ich einen geringeren Apparat hinten dran mitzufinanzieren und komischerweise ist die Versicherung damit auch günstiger, und wie hoch ist diese Garantie, und woran macht diese sich fest, und jetzt noch ganz ins Extreme gesprochen (im Vergleich zu Eigenheim oder vermieteten Immobilien) wer sagt Dir, dass die Versicherungsgesellschaft bis zur Auszahlung noch existiert? Es gibt Absicherungen, aber diese sind auch nicht grenzenlos... Also soll doch jeder selbst entscheiden, wie er es machen will und damit drehen wir uns zur Ausgangsfrage zurück, wenn das für Dich das Konzept ist, was Dir gefällt und Du machen willst, gerne, warum nicht, Du bist von Deiner Entscheidung überzeugt und damit zufrieden und wirst sicher damit auch gut fahren. Ich habe eine andere Entscheidung getroffen und werde womöglich mit dieser auch gut fahren, oder aber auch nicht. Aber that's life, das ist unsere Entscheidung, dafür sind wir selbständig und arbeiten selbst ständig, da hat uns der Staat nicht reinzupfuschen, den wir eh primär durch unsere Steuergelder tragen.
    Geändert von heutger (20.05.2012 um 14:00 Uhr)
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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Die Reform ist viel zu undurchsichtig. Ich habe noch keine Seite gefunden auf der die Reform gut erklärt wurde. Ebenfalls vermisse ich konkrete Beispiele wie sich die Reform konkret auf die Leute in den unterschiedlichen Situationen auswirken wird. Ich vermute hier Absicht damit es zu möglichst wenig Protesten kommt.

    Desweiteren frage ich mich warum es Selbstständigen, die bereits das 30 Lebensjahr überschritten haben freigestellt ist wie sie einen ausreichenden Rentenbezug sicherstellen? Wieso gilt dies dann nicht für Menschen unter 30?
    Die neue Altersvorsorgepflicht soll nach Inkrafttreten stattdessen für alle gelten, die noch nicht das 30. Lebensjahr vollendet haben. Selbständige, die bereits den 30. Geburtstag gefeiert haben, müssen zumindest nachweisen, "dass sie Beiträge zu Lebens- oder Rentenversicherungsverträgen zahlen oder über entsprechendes Vermögen (einschließlich Immobilienvermögen) verfügen, das eine Basisabsicherung sicherstellen kann", heißt es in dem Papier.
    Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf...rgen-1.1314255

    Sprich ein über 30 Jähriger könnte sich absichern indem er regelmäßig Aktien kauft und die Dividende daraus ebenfalls wieder anlegt. Ein unter 30 Jähriger wird allerdings genötigt einen entsprechenden Rentenvertrag abzuschließen (+eventuelle Berufsunfähigkeitsversicherung) Für diese werden dann auch noch bestimmte Voraussetzungen festgelegt.

    Welchen Vertrag der Selbständige abschließt, ob Lebensversicherung, private oder gesetzliche Rentenversicherung oder Rürup-Rente, bleibt ihm überlassen. Die Versicherungsansprüche dürfe nur "nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar sein".
    Um eine ausreichende Rente zu erreichen kalkuliert der Staat mit 250 € - 350 € im Monat + 100 € BU.
    Ausgenommen davon sind allerdings noch Menschen die über ihren Erstjob sozialversichert sind oder weniger als 400 Euro im Monat verdienen. Die Regelung ist witzlos, jemand der von 400 Euro seine Miete und jegliche andere Lebenshaltungskosten bezahlen muss, der müsste auf Dauer unter dem Level von Hartz 4 landen. Und dann greifen die Gesetze gegen die Insolvenzverschleppung...

    Und dann finde ich noch folgende Aussage interessant:
    Wer sich nicht absichert, wird aber verpflichtet, Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Dies geht aus dem Eckpunktepapier "für eine Altersvorsorgepflicht für selbständig tätige Erwerbspersonen" des Arbeitsministeriums hervor, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt.
    Wer also nicht genug Geld aufbringen kann um sich privat zu versichern, der wird in der gesetzlichen Rentenversicherung zwangsversichert.

    In diesem Zusammenhang finde ich auch die folgende Aussage interessant.
    Diejenigen, die nichts nachweisen können, will von der Leyen in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichern.
    Selbstständige sollen sich bei einer Neugründung bis zu 3 Jahre lang von der Zahlungspflicht befreien lassen können oder müssen nur die Hälfte bezahlen. Allerding wird danach wohl der volle Beitrag von 508,45 Euro für die gesetzliche Rentenkasse fällig.

    Im Jahr 2010 müssen Selbständige in den westlichen Bundesländern monatlich 508,45 Euro abführen. Der Regelbeitrag muss in voller Höhe vom Selbständigen gezahlt wird.
    Quelle: http://www.cecu.de/gesetzliche-rente-selbstaendige.html

    Dann ist man 18 Jahre daran gebunden
    Die bislang etwa 260.000 bereits pflichtversicherten Selbständigen, darunter viele Handwerker, sollen bis zu einer Versicherungszeit von 18 Jahren in der Rentenversicherung pflichtversichert bleiben.
    Um es nochmal auf die wichtigsten Punkte zu beschränken. ( Ergänzungen / Korrekturen sind ausdrücklich erwünscht )
    • Altversicherte werden bevorzugt / Jüngere Selbstständige werden unbegründet bei ihrer Wahlmöglichkeit beschränkt
    • Die Versicherungsbranche wird durch diesen Zwang gepusht und wird davon massivst profitieren
    • Selbstständige mit einem geringen Einkommen werden schwer belastet,
    • Neugründer können sich im besten Fall für 3 Jahre befreien lassen. Wer die 500 Euro im Monat danach nicht hat, der wird wohl in die Insolvenz gehen müssen. Ebenfalls wird man dabei für mindestens 18 Jahre gebunden
    • Unternehmer, die das Geld haben werden monatlich mindestens 250- 350 Euro für die Rente aufwenden müssen
      ( +Krankenkasse, eine eventuelle BU und sonstigen bereits vorhandenen Belastungen)
    • Die 400 Euro Zwangsversicherungsbefreiung ist ein schlechter Scherz da man davon seinen Lebensunterhalt sowieso nicht bestreiten kann


    Befürchtete Auswirkungen:
    Mal eine Betrachtung und zwar ohne die deutlich zurückgehenden Neugründungen und die befürchten deutlich steigenden Insolvenzen. Was ist mit den Kleinstunternehmern? Ein dauerhafter Verbleib in dieser Regelung wird in Zukunft wohl nicht mehr möglich sein. Denn wer kann schon von dem maximalen Umsatz von 17.500 Euro knapp über 6000 Euro netto verkraften nachdem die drei Jahre Schonfrist für Neugründungen abgelaufen sein werden?

    Und um nochmal auf diese komische 30 Jahre Regelung zurückzukommen und der 18 jährigen Zwangsbindung an die gesetzliche Kasse. Irgendwie bekomme ich das Gefühl, dass der Gesetzgeber auf kurz oder lang alle Selbständigen in der gesetzlichen Rentenversicherung zwangsversichern möchte. Er traut sich nur noch nicht dies öffentlich zu sagen und macht vermutlich wegen der FDP diesen Spagat. Frei nach dem Motto: "Altverträge bleiben wie sie sind, und die Jüngeren kommen eh später alle in die gesetzliche Rentenkasse."

    Eventuell hat jemand von euch noch bessere Informationen gefunden was passiert sobald die 3 Jahre Schonfrist um sind und der Selbständige sich die 500 Euro extra für die Rentenkasse nicht leisten kann? Geht er dann wirklich in die Zwangsinsolvenz oder gibt es dann gestaffelte Beiträge oder eine andere Regelung um dieses zu verhindern?
    heutger bedankt sich.
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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Erst mal Respekt für die ausführliche Recherche und Danke für die Inkenntnissetzung aller Mitleser.

    Zitat Zitat von Suxxess Beitrag anzeigen
    Selbständige, die bereits den 30. Geburtstag gefeiert haben
    Hmm, ich habe nicht gefeiert, und was nun? ;-)) ...

    Zitat Zitat von Suxxess Beitrag anzeigen
    Irgendwie bekomme ich das Gefühl, dass der Gesetzgeber auf kurz oder lang alle Selbständigen in der gesetzlichen Rentenversicherung zwangsversichern möchte.
    ... darauf will man wohl anscheinend letztendlich hinaus. Freundlicherweise wird es bestimmt dann auch Staffelungen geben, sollte das notwendig werden.
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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Ich fände es besser, wenn der Staat unsere Kinder und Jugendlichen besser bilden würde, dann könnten Unternehmen wieder mehr qualifiziertes Personal einstellen, welches dann wiederrum den Rententopf auffüllt.

    Ebenso würde ich keinen Streichelkurs mehr mit arbeitsunwilligen Harzern fahren, sondern sie zur Arbeit zwingen (natürlich mit angemessenen Arbeiten). Dadurch würde die Arbeitslosenquote gesenkt und der Rententopf auch aus dieser Bevölkerungsgruppe gefüllt.

    Ich bekomme täglich nen tierischen Hals, wenn ich sehe das in meinem näheren Umfeld eine Familie (2 Leute) arbeitslos sind, sich aber in einer relativ teuren Gegend von Dresden eine Wohnung und beide ein Auto leisten können.

    Da frage ich mich manchmal wirklich, wozu ich frühs aufstehe um mir dann den ganzen Tag den ***** aufzureißen und von Vater Staat immer tiefer in die Tasche gegriffen zu bekommen.
    antondollmaier, heutger und RichBone bedanken sich.
    mit freundlichen Grüßen

    Jens Schaarschmidt

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Zitat Zitat von Dresden-Hosting (JS) Beitrag anzeigen
    Ich fände es besser, wenn der Staat unsere Kinder und Jugendlichen besser bilden würde, dann könnten Unternehmen wieder mehr qualifiziertes Personal einstellen, welches dann wiederrum den Rententopf auffüllt.
    Das ist nicht nur ein Problem, das sind drei Probleme: 1. Budget- und Ressourcenmangel bei Lehrkräften, 2. Lernresistente unwillige und verwöhnte Schüler, da werden heutzutage Antworten via Smartphone und Google im Unterricht gegeben, aber die nächste Spiele-App oder den Facebook-Zugang findet man auch ohne fremde Hilfe, selbst wenn man sich dazu mit Web-Proxies auseinander setzen muss, Webmaster aber muss man sich buchstabieren lassen, 3. Demographischer Wandel, die Kinderquote sinkt.

    Zitat Zitat von Dresden-Hosting (JS) Beitrag anzeigen
    Ebenso würde ich keinen Streichelkurs mehr mit arbeitsunwilligen Harzern fahren, sondern sie zur Arbeit zwingen (natürlich mit angemessenen Arbeiten). Dadurch würde die Arbeitslosenquote gesenkt und der Rententopf auch aus dieser Bevölkerungsgruppe gefüllt.
    Je nachdem, was man diesen gibt, aber es reicht ja, wenn der Staat für diese Personen nicht mehr aufkommen muss sondern sie selbst wieder für ihr Geld arbeiten müssen, ob dann und wie viel noch für Rente abfällt, bleibt offen, aber immerhin ein Anfang.

    Zitat Zitat von Dresden-Hosting (JS) Beitrag anzeigen
    Ich bekomme täglich nen tierischen Hals, wenn ich sehe das in meinem näheren Umfeld eine Familie (2 Leute) arbeitslos sind, sich aber in einer relativ teuren Gegend von Dresden eine Wohnung und beide ein Auto leisten können.

    Da frage ich mich manchmal wirklich, wozu ich frühs aufstehe um mir dann den ganzen Tag den ***** aufzureißen und von Vater Staat immer tiefer in die Tasche gegriffen zu bekommen.
    Meine Rede, vgl. oben.
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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Interessante Diskussion, in die ich mich gar nicht weiter einmischen möchte. Ich möchte nur davor warnen, in eine typische Falle zu treten.

    Es ist richtig, dass in unserer Gesellschaft schon einiges schief läuft, wobei die Auswirkungen u.A. das Allerliebste, unser Geld, treffen. Das Rentensystem ist ein umlagefinanziertes Konstrukt und gerade kein kapitalgedecktes Verfahren. Es kann theoretisch nur das ausgezahlt werden, was im gleichen Moment eingezahlt wird, gerade deshalb wird sich die Politik nun wohl darüber Gedanken machen, denn aus dem Bundeshaushalt fließt schon einiges an Geld, um die Lücken in diesem System zu kompensieren. Das genaue Vorhaben kenne ich nicht, im ersten Moment macht es aber einen zu kurz gedachten Eindruck auf mich und eher den Eindruck eines Schneeballsystems. Selbst wenn die selbständigen Unternehmer das Kartenhaus für eine kurze Periode zusammenhalten könnten, werden die benötigten Mittel für deren Rentenauszahlungen das System in der Folgegeneration noch stärker belasten. Aber darüber mache ich mir jetzt erst einmal keine weiteren Gedanken - von der Leyen vermutlich auch nicht.

    Die Ursachen wurden auch schon richtig benannt. Arbeitslosigkeit, Niedriglohnjobs und der demographische Wandel führen zu immanenten Problemen. Das können wir so festhalten.

    Wovor ich jetzt nur warnen möchte, ist eine Polemisierung der Diskussion. Ich habe immer häufiger den Eindruck, dass einige Politiker hier auf den Königsmechanismus setzen - und das auch sehr erfolgreich. Einige Gruppen werden gegeneinander aufgehetzt, so lässt sich die Masse besser kontrollieren (i.S.v. beherrschen, ruhigstellen).
    Ab und zu kriegen beide Seiten ein Bonbon, die Opposition wird schon automatisch dafür sorgen, dass keine Seite randaliert. Schließlich hat jeder seinen Ansprechpartner. Ein Selbstläufer.

    Ebenso würde ich keinen Streichelkurs mehr mit arbeitsunwilligen Harzern fahren, sondern
    sie zur Arbeit zwingen (natürlich mit angemessenen Arbeiten). Dadurch würde die
    Arbeitslosenquote gesenkt und der Rententopf auch aus dieser Bevölkerungsgruppe gefüllt.
    Das klingt wunderbar, ich würde glatt sagen, packen wir es an. Im gleichen Moment würde ich mich aufregen, warum zum Teufel diese Hartzer es nicht selbst anpacken. Gott sei Dank hast du aber schon das richtige Argument dazugeschrieben "natürlich mit angemessenen Arbeiten". Nun weiß ich nicht im Detail, was für Jobs angeboten werden, ich kann daher nur davon sprechen, was ich aus dem Bekanntenkreis mitbekomme. Meine Beobachtungen decken sich mit der einiger Studien. Demnach sind Hartz IV Empfänger nicht per se faul, man macht es sich auch etwas zu einfach. Über den Kopf geschlagen waren zumindest 2010 30% der Hartz IV Bezieher noch Kinder und Jugendliche. Weitere 20% gingen arbeiten, verdienten aber so wenig, dass der Staat den Verdienst deckeln musste. 15% befanden sich in Fortbildungen oder machten nochmal zum 300. Mal das Bewerbungstraining mit. Den Rest machten also etwa 35% aus.
    Echte Härtefälle, entweder ohne Bildungsabschluss, über 50-jährige, Ausländer oder was auch immer. Nur ein Bruchteil dieses Restes hat sich überhaupt geweigert, eine Arbeit anzunehmen. In Zahlen waren es 2010 etwa 3% _aller_ Hartz IV Bezieher, gegen die Sanktionen ausgesprochen werden mussten. Für den Rest war offenbar keine Arbeit zu finden.

    Wird es unsere Probleme lösen, wenn diese 3 Prozent repräsentativ für die Masse aller Erwerbslosen steht? Angesichts der Zahlen wird eine härtere Bestrafung nicht einmal das Problem lösen. Es ist der Königsmechanismus, der der Politik etwas Ruhe verschafft - auf Kosten der Nerven der Erwerbstätigen, weil sie sich über angebliche Tatsachen aufregen, die gar nicht den Tatsachen entsprechen.

    Auch habe ich hier gelesen, dass Politiker die Rentenkasse solange am Leben erhalten würden, solange sie selbst noch davon profitieren könnten. Das ist wiederum eine Verschwörungstheorie. Abgeordnete zahlen weder in die Rentenkasse ein, noch erhalten sie später Rentenzahlungen. Natürlich erhalten sie eine ansehnliche Pension, allerdings unabhängig vom Rentensystem.

    Lernresistente unwillige und verwöhnte Schüler, da werden heutzutage Antworten via Smartphone
    und Google im Unterricht gegeben, aber die nächste Spiele-App oder den Facebook-Zugang findet
    man auch ohne fremde Hilfe, selbst wenn man sich dazu mit Web-Proxies auseinander setzen muss,
    Webmaster aber muss man sich buchstabieren lassen
    Ich frage mich gerade, ob das wirklich ein Kernproblem ist. Lernunwillige Kinder sind definitiv ein gesellschaftliches Problem. Aber der Satz danach? Klingt doch eher nach einer grundsätzlichen Kritik an der modernen Medienkultur. Ich glaube nicht, dass ein Großteil der Schüler sich im Unterricht so benimmt. An der Rütli-Schule & Co. vielleicht, aber sonst haben die doch anderes zutun, als an Webproxies rumzufummeln. Vielleicht noch als Gag an Berufsschulen.

    Bleibt sachlich, dann habt ihr was davon :).
    Geändert von qnsupport2 (21.05.2012 um 08:15 Uhr) Grund: Zahlendreher


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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Zitat Zitat von domainfriends Beitrag anzeigen
    [...]Meine Beobachtungen decken sich mit der einiger Studien. Demnach sind Hartz IV Empfänger nicht per se faul, man macht es sich auch etwas zu einfach. Über den Kopf geschlagen waren zumindest 2010 30% der Hartz IV Bezieher noch Kinder und Jugendliche. Weitere 20% gingen arbeiten, verdienten aber so wenig, dass der Staat den Verdienst deckeln musste. 15% befanden sich in Fortbildungen oder machten nochmal zum 300. Mal das Bewerbungstraining mit. Den Rest machten also etwa 35% aus.
    Echte Härtefälle, entweder ohne Bildungsabschluss, über 50-jährige, Ausländer oder was auch immer. Nur ein Bruchteil dieses Restes hat sich überhaupt geweigert, eine Arbeit anzunehmen. In Zahlen waren es 2010 etwa 3% _aller_ Hartz IV Bezieher, gegen die Sanktionen ausgesprochen werden mussten. Für den Rest war offenbar keine Arbeit zu finden.
    [...]
    Hi,

    machen wir uns nichts vor, es gibt Menschen die auf Hartz4 angewiesen sind, weil sie wirklich keinen passenden Job finden und warum auch immer an die Gegend gebunden sind, aber sich Mühe geben.

    Aber, es gibt auch die jenigen die sich "mühe" geben, allerdings keine Lust haben zu arbeiten, weil es doch viel schöner ist Kinder zu kriegen, Kindergeld zu bekommen, dann kommt noch ein Haustier dazu und der Freund/Lebenspartner wohnt dann auch noch offiziell getrennt, das erhöht die Bezüge von der Arbeitsagentur natürlich... Ich persönlich würde mich schämen so auf die Kosten der Allgemeinheit zu leben, genau bei diesen Leuten muss man härter, viel härter durchgreifen, damit es endlich mal die richtigen Leute erwischt und nicht mit irgendwelchen wischiwaschi Maßnahmen die Leute versuchen wieder ins Arbeitsleben reinbringen.
    Andererseits, erarbeitet man in der Selbstständigkeit einen höheren Lebensstandard, als wie wenn man nur Festangestellt ist oder man verwirklicht dabei seine eigenen Visionen, kann Stolz auf die Zahlen sein, das Wachstum und hat am Ende das Gefühl, das hab ich geschafft. So ist es zumindest bei mir, das gibt mir auch die Motivation sich bei einem schön sonnigen Sonntag (oder die ganze Nacht), sich vor den PC zu sitzen und für den Kunden noch eine Anwendung fertig zu schreiben, dafür legt man sich halt mal an einen anderen Tag auf die faule Haut ;-)

    Zum Topic:
    Bin gerade in dieser Phase mit der Unternehmensgründung, letztens Jahr war ich noch Kleinunternehmer, aber es rentiert sich noch nicht das ganze Vollzeit zu machen, es ist aber angestrebt. Im Moment hab ich das ganze als Nebengewerbe am laufen und spare mir natürlich einiges an Kosten, wenn das noch mehr wird gerade wegen der Rentenversicherung wird es leider nochmal ein Tick länger dauern... Was mich aber gewaltig nervt, die höhe der Steuern, überlegt euch mal wieviel wir an Steuern zahlen bevor man z.B. 1 kw/h Strom bekommt. Dann werden die Leute noch alle mit irgendwelchen Riester Renten belogen und betrogen, glaubt da wirklich jemand, der Staat schenkt einem etwas? Alles eine Milchmädchen-Rechnung.

    Gruß


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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    natürlich könnte man die arbeitsunwilligen härter bestrafen, aber die substantiellen Probleme wird man damit leider nicht lösen. Es wäre nichts weiter als erheiternder Aktionismus für das kollektive Selbstwertgefühl und allemal billiger als eine nachhaltige Wirtschafts-, Bildungs- und Sozialpolitik. Vielleicht ist das aber auch unser Segen. Hätten wir diese für alles verantwortlichen Arbeitslosen nicht, müssten wir wieder Hexen verbrennen.


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    Zitat Zitat von domainfriends Beitrag anzeigen
    Wovor ich jetzt nur warnen möchte, ist eine Polemisierung der Diskussion. Ich habe immer häufiger den Eindruck, dass einige Politiker hier auf den Königsmechanismus setzen - und das auch sehr erfolgreich. Einige Gruppen werden gegeneinander aufgehetzt, so lässt sich die Masse besser kontrollieren (i.S.v. beherrschen, ruhigstellen).
    Ab und zu kriegen beide Seiten ein Bonbon, die Opposition wird schon automatisch dafür sorgen, dass keine Seite randaliert. Schließlich hat jeder seinen Ansprechpartner. Ein Selbstläufer.
    Richtig, so funktioniert leider die derzeitige Politik und so lange es die Bürger mitmachen, wird sich daran auch nichts ändern. Daher sollte man die wenigen direkten Einflussmöglichkeiten auf die aktuelle Politik (nicht die versprochenen Parteiprogramme, falls denn solche existieren) auch nutzen, was ja eingangs Ursprung dieser Diskussion war. Schaut man sich auf der Petitionsseite um, kann man wirklich an vielem mitwirken, nur die wenigsten wissen es, was einfach traurig ist, und noch weniger machen es, was noch trauriger ist. Just jene sind dann auch die "Machenschaften" solcher Kontrollsysteme, heulen im Nachhinein aber herum, dass die Politiker ja eh alles machen, was sie wollen und uns das Schönste vom Himmel erzählen, um gewählt zu werden. Also wie Du auch schon sagst: Augen auf!

    Zitat Zitat von domainfriends Beitrag anzeigen
    Für den Rest war offenbar keine Arbeit zu finden.
    Nicht finden, GEBEN! Wir haben gegenüber unserem Büro eine Kantine und KfZ-Aufbereitung von Grümel, DAS sind gute Gedanken, aber werden viel zu selten umgesetzt. Es gibt genug, wo wir uns fragen, warum dies und jenes verkommt, nichts daran gemacht wird, wenn just jene keine Arbeit finden und Hartz IV von der Gesellschaft beziehen, dann doch bitte auch für Gegenleistung an der Gesellschaft?!

    Zitat Zitat von domainfriends Beitrag anzeigen
    Auch habe ich hier gelesen, dass Politiker die Rentenkasse solange am Leben erhalten würden, solange sie selbst noch davon profitieren könnten. Das ist wiederum eine Verschwörungstheorie. Abgeordnete zahlen weder in die Rentenkasse ein, noch erhalten sie später Rentenzahlungen. Natürlich erhalten sie eine ansehnliche Pension, allerdings unabhängig vom Rentensystem.
    Das ist, wie Du selbst schreibst, Schneeballsystem, ist nicht genug Geld im Rentensystem und muss man dieses "befeuern", um nicht aufzufallen, dass da was schief läuft, ist weniger Geld in einem anderen Topf, u.a. auch im Pensionstopf... Jetzt zu sagen, dieser wird als letztes angepackt, wäre wohl eher Verschwörungstheorie... ;-))

    Zitat Zitat von domainfriends Beitrag anzeigen
    Ich frage mich gerade, ob das wirklich ein Kernproblem ist. Lernunwillige Kinder sind definitiv ein gesellschaftliches Problem. Aber der Satz danach? Klingt doch eher nach einer grundsätzlichen Kritik an der modernen Medienkultur. Ich glaube nicht, dass ein Großteil der Schüler sich im Unterricht so benimmt. An der Rütli-Schule & Co. vielleicht, aber sonst haben die doch anderes zutun, als an Webproxies rumzufummeln. Vielleicht noch als Gag an Berufsschulen.
    Also es gibt Kinder einer deutschen Privatschule, die unbedingt das Hacken lernen wollen, weil sie das spannend finden, dass man dafür aber Programmierkenntnisse braucht (will man nicht nur Skriptkiddie sein), verstehen sie bereits nicht. In Klausuren müssen bereits Handys abgegeben werden, da sonst Missbrauch Tür und Tor offen steht. Ich bin gespannt, wann die ersten Handyblocker für Schulen kommen.

    Die heutige Jugend ist von den Medien verseucht und lässt sich von diesen bereits erfolgreich manipulieren und eben über just jene Dinge, die wir hier diskutieren und unter erwachsenen, gebildeten und erfolgreichen Menschen sagen: Augen auf, sich hinweg täuschen lassen, wobei es hierbei um IHRE Zukunft geht, für uns mag der Rententopf und Co. noch gerade so reichen...
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