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Thema: Webtropia - Irreführende Werbung


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    AW: Webtropia - Irreführende Werbung

    Bei den Beiträgen ging es um die rechtliche Beurteilung. Die sollte man von der moralischen trennen (können).

    Muss man bei so nem netten Brief nicht damit rechnen, dass der Gegner dann direkt ne Feststellungsklage raushaut? - denn potentiell könnte meine Einschätzung des Sachverhalts ja völlig falsch sein.

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    AW: Webtropia - Irreführende Werbung

    Es kommt darauf an. Was ist die Alternative? Öffentlich zu behaupten, jemand würde bewusst das Publikum in die Irre führen, ist nicht weniger riskant. Gerade die rechtliche Beurteilung sollte doch für den TO zunächst noch keine Rolle spielen müssen. Er war als Interessierter überrascht, dass er nicht das vorgefunden hat, was er eigentlich vorzufinden erwartet hat. Beschweren kann er sich. Wo beschwert man sich? Da, wo es Sinn macht. Hat es hier Sinn gemacht? Relativ. Zwar wurde der betroffene Anbieter darauf aufmerksam, eine direkte Info an diesen hätte aber das gleiche erreicht. Ich bin nicht der Meinung, dass der betroffene Anbieter mit einer Klage reagiert hätte, wenn ihm geschrieben worden wäre "euer Banner ist unglücklich gestaltet, ändert das mal bitte".

    Aber so ist das nunmal. Der Nachbar parkt zu dicht an der Auffahrt: nachdem sich im Bekanntenkreis aufgeregt wurde und man sich richtig schön hat aufhetzen lassen, macht man erst einmal einen Kratzer in die Karre und rennt anschließend zum Anwalt. Also in etwa wie "Muss man bei so nem netten Brief nicht damit rechnen, dass der Gegner dann direkt ne Feststellungsklage raushaut?", dann halt: "Wenn du dem sagst, der soll nicht mehr vor deiner Garage parken, haut der dir auf die Fresse. Du musst ihm zeigen, wer die Hosen an hat, dem würde ich eine reinwürgen."

    Kommunikation ist ganz einfach, man muss sie nur betreiben. Verklagt wird man nicht, wenn man sich unterhält. Erst wenn alle zumutbaren Mittel ausgeschöpft sind, sollte man rechtliche Wege bestreiten. Mensch, was würde das unsere Gerichte entlasten.
    Geändert von [Mod] Jsc (02.07.2012 um 12:38 Uhr) Grund: Fullquote entfernt.
    CptKork bedankt sich.


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    AW: Webtropia - Irreführende Werbung

    Zitat Zitat von domainfriends Beitrag anzeigen
    Kommunikation ist ganz einfach, man muss sie nur betreiben. Verklagt wird man nicht, wenn man sich unterhält. Erst wenn alle zumutbaren Mittel ausgeschöpft sind, sollte man rechtliche Wege bestreiten. Mensch, was würde das unsere Gerichte entlasten.
    zu 95% gebe ich Dir recht. In diesem Beispiel direkt mit einer Abmahnung zu schießen muss echt nicht sein, und würden sich alle in unserer Branche daran halten, wäre vieles entspannter.

    Die fehlenden 5% kommen (leider) daher, dass meine Erfahrung mit freundlichen nicht-anwaltlichen Hinweisen ist, dass der Angeschriebene sie eben nicht als freundlichen "hör zu, ich hätte Dich auch abmahnen können, aber das wäre übertrieben"-Hinweis ansieht, sondern der Meinung ist, wenn der Gegenüber ja nicht anwaltlich vertreten wird, könne man sich eine deutlich dreistere Antwort erlauben. Im Falle "Werbung mit falschen Aussagen" ist's dann letztlich doch über Anwälte gelaufen, nachdem ich mir anhören durfte, wie viel besser der Mitbewerber ja seiner Meinung nach ist bla bla bla. Und im Falle "ah, dieser Produktflyer ist ganz gut geschrieben, darum übernehmen wir die Werbetexte über mehrere Absätze wörtlich" kam als Antwort ein bitterböses Schreiben zurück, das wäre eine Frechheit, sowas zu behaupten, man habe teure Texter für diese Dienstleistung bezahlt, und überhaupt, man sei ja Kunde bei einer anderen mit mir verbundenen Firma und würde dieses jetzt überdenken, ob es das wäre was ich wollte, bla bla bla" ... da fragt man sich dann im Endeffekt schon, warum man nicht den Weg einer Abmahnung gewählt hat.

    Aber generell (95%) gebe ich Dir wie gesagt Recht, man muss nicht auf jeden Spatz mit einer Kanone schicken, nur weil es erlaubt ist.


  5. Beiträge
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    AW: Webtropia - Irreführende Werbung

    Hui, satte 95% :-P. Letztendlich ist am Ende jeder für sich sowieso um seine Erfahrungen schlauer. Ich lasse mich da nur leicht aus der Reserve locken, weil ich da natürlich auch meine Erfahrungen gemacht habe - solche wie die von dir beschriebenen, aber es gibt auch Zeitgenossen, die schicken mir plötzlich seitenweise Einschreiben, aneinandergereiht mit Paragraphen, in einem Deutsch, das weder Verfasser noch Empfänger überhaupt nachvollziehen können. Erst mit großem Aufwand wird überhaupt verstanden, worum es geht - wo selbst eine SMS genügt hätte. Es gibt einen Grund, warum Juristen ein jahrelanges Studium hinter sich haben, Rechtswissenschaften sind kein Hobby. Würde diese Kultur aufhören, wäre einiges deutlich entspannter. Solche Briefe sind natürlich dann auch keine Grundlage für ein friedliches Miteinander, also macht auch hier der Ton die Musik.

    Aber gut, jetzt wollen wir erstmal weiter unsere Brötchen verdienen :).

    Übrigens: bei deinem Beispiel mit dem kopierten Produktflyer hätte ich tatsächlich direkt den Weg einer Abmahnung bzw. Unterlassungserklärung über einen Anwalt gesucht. Anders als zum Beispiel bei einem Gestaltungsfehler würde ich beim Kopieren davon ausgehen, dass es bewusst passiert ist.
    Geändert von qnsupport2 (02.07.2012 um 08:46 Uhr)


  6. Beiträge
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    AW: Webtropia - Irreführende Werbung

    Zitat Zitat von domainfriends Beitrag anzeigen
    Übrigens: bei deinem Beispiel mit dem kopierten Produktflyer hätte ich tatsächlich direkt den Weg einer Abmahnung bzw. Unterlassungserklärung über einen Anwalt gesucht. Anders als zum Beispiel bei einem Gestaltungsfehler würde ich beim Kopieren davon ausgehen, dass es bewusst passiert ist.
    ja, das war auch grenzwertig. Wir haben uns dann dagegen entschieden (letztlich war das die Entscheidung des Geschäftsführers der Tochterfirma, für die ich den Flyertext geschrieben hatte), weil a) der Abgemahnte bei uns Kunde war (beide Argumente sind m.E. richtig, "wer abschreibt, macht das mit Absicht", aber eben auch "wenn es ein ansonsten ungestörtes Kundenverhältnis und in dem Zusammenhang auch Kontakt gibt, sollte man diesen Weg vielleicht zuerst wählen"), und weil b) besagte Tochterfirma in ihrem Umfeld HostedExchange gerade erst frisch gestartet war, und als ersten Auftritt in der Branche erstmal durch Abmahnungen (auch wenn sie berechtigt sind) aufzufallen, ist ja auch irgendwie uncool.
    qnsupport2 bedankt sich.

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