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    Offizielle Stellungsnahme der InterArea Network Communications GbR

    Münster, 04. September 2004

    - Offizielle Stellungsnahme der InterArea Network Communications GbR -

    (Unter Bezugnahme auf http://www.golem.de/0409/33372.html)


    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich möchte mich zunächst in Hinsicht auf die bestehende Problematik für die späte Stellungsnahme entschuldigen und möchte in diesem Zusammenhang mitteilen, dass dies leider auch auf die für uns sehr überraschende Abschaltung seitens Global Access zurückzuführen ist.

    Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne präjudizierende Wirkung für eventuell nachfolgende gerichtliche Verfahren möchten wir die folgende Erklärung abgeben:

    Wir hatten in den letzen Tagen den telefonischen als auch den schriftlichen Support auf unsere Kunden beschränkt und haben keine Zeit gefunden offiziell Stellung zu nehmen.

    Wir stehen seit nunmehr 12 Monaten in einem Vertragsverhältnis mit der Firma Global Access, die uns für unser münsteraner Data-Center die Leitungen und die Connectivity zur Verfügung gestellt hat. Dies war vor einem Jahr notwendig, da unser alter Vertragspartner nach unserem Umzug vom düsseldorfer myLoc-Rechenzentrum in die neue Location in Münster die vertraglich zugesicherten Leistungen nicht bereitstellen konnte. Ständige Ausfälle des Routingequipments unseres Vertragspartners – der in Münster zu den größten Telekommunikationsanbietern zählt – sowie schlechte Pingzeiten, entgegen der uns zugesicherten „high quality“ Anbindung machten den damaligen Schritt und damit die Verträge mit Global Access notwendig.

    Global Access hat zum damaligen Zeitpunkt als einziger Carrier bereits einen ISP in Münster beliefert und stand uns nach über mehreren Monaten langen Verhandelungen – die damals wie heute immer über den uns persönlich sehr symaptischen Vertriebsmitarbeiter Herrn Zachow – erfolgten als neuer Vertragspartner zur Verfügung.

    Unter diesem Umstand haben auch wir damals die Überlegung angestellt, ob wir den Standort Münster verlassen und von den damaligen Verträgen mit dem bereits genannten Telekommunikationsanbieter berechtigter Weise zurücktreten, allerdings haben wir uns nach längerer Überlegung für Münster entschieden.

    In der darauf folgenden Zeit konnten wir uns in Münster zum größten Provider für ISP-Lösungen, Co-Location und Connectivity durch beste Kosteneffiziens und Kompetenz hocharbeiten, so dass sich auch große und bekannte Unternehmen entschlossen unsere Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

    Trotz umfangreicher Bemühungen, diversen Mitgliedschaften und Inbetriebnahme unseres eigenen Cisco-Routingequipments begegneten wir weiterhin großen Problemen. Wir wurden Opfer von ständigen DDoS – Angriffen und Ausfällen der Leitung. Global Access konnte, trotz auch hier sehr umfangreichen Versprechungen, Service Level Agreements und angebotenen „Firewall-Services“ nichts unternehmen, so dass ein Mitarbeiter von Global Access sogar Kontakt mit den Kollegen von der Abovenet Deutschland GmbH aufnahm und diese um Mithilfe gebeten hat.

    Erst durch die eigene Initiative eines Kunden, der eine selbst programmierte Software, die in der Lage war DDoS-Angriffe zu blocken fertigstellte konnte eine Lösung nach mehreren Monaten gefunden werden.

    In diesem Zeitraum entstanden uns enorme Schäden und Schadensersatzansprüche von Kunden, so dass wir in ständiger Absprache mit Global Access einige Rechnungen nicht beglichen.

    Die weiteren Monate erfolgten weiterhin ohne Probleme, die Rechnungen wurden beglichen und wir konnten uns langsam von den anfänglichen Problemen erholen.

    Bereits seit längerer Zeit wurde mit Global Access über die Ausbreitung unserer Geschäftstätigkeit nach Frankfurt gesprochen, dort sollte der Ausbau eines POPs mit DE-CIX Konnektierung erfolgen.

    Da wir mehr im Bereich „Carrier-Services“ und „Connectivity“ machen wollten, entschlossen wir uns bereits im Juni einen Teil unseres Data-Centers sowie unserer Infrastruktur an ein stuttgarter IT-Unternehmen zu verkaufen. Durch dieses Unternehmen erfolgten Absprachen mit Global Access und weiteren Vertragspartnern. So wurde durch Global Access bereits mündlich ein neuer 12-Monatsvertrag vereinbart und Verträge seitens Global Access zugesendet und von unserem Unternehmensnachfolger unterzeichnet. Das letze Telefongespräch erfolgte am Freitag, den 27.08.2004 mit Herrn Zachow, als Mitarbeiter von Global Access. In diesem Telefongespräch wurde uns mitgeteilt, dass der neue Vertrag bereits angenommen wurde und man sich auf eine „gute Zusammenarbeit“ freuen würde. Herr Zachow ging somit am Freitag für 14 Tage in den Urlaub.

    Nachdem die Verträge rückwirkend zum 01.08.2004 abgeschlossen wurden, erreichte uns am 1. September gegen Mittag ein Telefonanruf der Firma Networksolutions.de, diese teilte mit, dass bereits ein Schreiben der Rechtsanwältin von Global Access erfolgt wäre, indem Global Access die Abschaltung unserer Leitung in Münster mitteilt.

    Völlig überraschend schalteten wir sofort unsere Rechtsanwälte ein, die direkt ein Schreiben an die Firma Global Access aufsetzten und diese im vollem Umfange schadensersatzpflichtig machten. Gleichzeitig erreichte uns gegen 16:00 Uhr ein Telefax von Global Access mit dem Inhalt „Wir werden unsere Dienste im Laufe des 01.09.2004 einstellen“, dieses Schreiben unterzeichnet vom Geschäftsführer von Global Access wurde sofort zur Beantwortung unseren Rechtsanwälten vorgelegt die bis um 18:00 Uhr alles mögliche versuchten um die Abschaltung zu verhindern.

    Trotz aller Bemühungen erfolgte gegen 18:00 Uhr die Abschaltung durch Global Access.

    Wir vermuten zum jetzigen Zeitpunkt, dass die Abschaltung auf Grund eines Rechtsstreit zw. einem unserer Kunden und Global Access erfolgte. Auch ist interessant, dass Global Access in dieser Woche Besuch der Gesellschafter aus den USA hatte, es ist daher auch möglich dass diese das Projekt in Münster auf Grund mangelnder Kunden aufgegeben haben. Denn wie uns von Herrn Zachow im Vorfeld mitgeteilt wurde, gab es Probleme bei den Verhandelungen mit dem Leitungsprovider, der momentan die Leitung vom düsseldorfer Gatel-Standort nach Münster bereitstellt.

    Da die rechtlichen Voraussetzungen für eine Abschaltung in keinster Weise gegeben waren und Global Access mit diesem Verhalten vorsetzlich gegen ihre vertraglichen Verpflichtungen verstossen hat, haben wir bereits eine Klage eingereicht und Strafanzeige erstattet.

    Es war uns auch leider nicht möglich kurzfristig eine Ersatzleitung über einen anderen Carrier zur Verfügung zu stellen, da insbesondere bereits benannte Firmen die Nutzung von unseren IP-Adressen verweigert haben und über einen direkten Uplink zu Global Access verfügt haben, deren Verantwortlichkeit nicht mehr in unserem Einflussbereich liegen kann. Im übrigen ist uns die Firma Webspace4all, der wir laut Beitrag von golem.de angeblich Wartungsarbeiten angekündigt haben nicht bekannt.

    Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir weder zahlungsunfähig sind, noch eine Insolvenz angemeldet haben!

    In diesem Beitrag wurde ebenfalls geschrieben, wir hätten die Abschaltung als Wartungsarbeit deklariert, dies ist allerdings nie der Fall gewesen und kann nötigenfalls dokumentiert werden.

    Wir werden diesbezüglich auf Beiträge, wie den von golem.de, in dem wir mit diversen unwahren Verläugnungen namentlich genannt sind, am Montag mit Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung reagieren und werden diese schadensersatzpflichtig machen.

    Wir möchten uns bei allen Unternehmen für diesen Vorfall entschuldigen und können nur noch einmal betonen, dass wir hier für keine Schuld tragen. Wir wurden selbst erst 2 Stunden vor der Abschaltung informiert und können dieses Verhalten absolut nicht nachvollziehen.

    Wir möchten uns bei der Internet-Homing GmbH (Michael Ruhl und Martin Voges) recht herzlich für die schnelle Hilfe bedanken, da es uns möglich war Gestern mit unseren und den noch übrigen Kundenservern in das Data-Center der Internet-Homing GmbH bei Abovenet kurzfristig einzuziehen.

    Es gibt anscheinend doch noch Unternehmen, die ein kollegiales Verhalten an den Tag legen, anstatt mehr Zeit mit unsinnigen Diskussionen, Postings und Verläugnungen anderer Unternehmen als mit Kunden-Support und ihrem eigenen Unternehmen verbringen.

    Unsere Webseiten werden heute im Laufe des Tagen wieder online gestellt, hier werden wir Sie auch noch detailierter über das Vorgehen unserer Vertragspartner und die Hintergründe informierten.

    Sollte Ihnen ein Schaden entstanden sein, so geben wir Ihnen die Möglichkeit sich unter braun@anwaltsbuero-muenster.de mit Herrn Rechtsanwalt Stefan Braun in Verbindung zu setzen, wir werden jegliche Schadensersatzansprüche im Rahmen unserer Klage an Global Access weitergeben.

    Für Erörterungen oder Fragen in dieser Angelegenheit stehe ich Ihnen bis zur Reaktivierung unserer E-Mail Server unter fselle@muenster.de oder telefonisch unter 0251 1442995 zur Verfügung!

    Abschließend möchte ich mich bei allen Kunden, die trotz dieser auch für uns sehr traurigen Umstände noch immer zu uns stehen bedanken. Auch wir sind hier Opfer Dritter geworden und konnten leider nichts unternehmen.

    Wir lassen zur Zeit alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen und werden uns mit entsprechenden Vertragspartnern in Zukunft gerichtlich auseinandersetzen.

    Wir stellen den Grossteil unserer Geschäftstätigkeit nun ein und können Niemand mehr dazu raten im Internetbereich tätig zu werden, schon damalige Behauptungen von Konkurenten wie z.B. das unsere Geschäftsanschrift nicht existieren würde bis hin zur eiskalten Zerstörung eines kompletten Unternehmens durch einen Carrier auf Grundlage von Streitigkeiten mit Dritten hat zu alle dem geführt.

    Wir haben weder einen Betrug begangen, noch haben wir die Abschaltung fahrlässig in Kauf genommen. Wir selbst waren nicht informiert und die Verträge waren eigentlich schon seit dem 01.08 rückwirkend überschrieben.

    Angebliche Auskünfte die Golem.de von Global Access erhalten habe, würden schon gegen Datenschutzbestimmungen verstossen, auch wurden wir definitiv um keine Stellungsnahme gebeten, aus diese Grund kann auch keine Rede davon sein, dass wir zur keiner Stellungsnahme bereit seien.

    Von falschen Versprechungen bis hin zum Betrug seitens unserer Vertragspartner, wir sind den Ansprüchen unserer Kunden bis zum letzen Tag gerecht geworden und haben unser bestes gegeben. Wir können die Schadensersatzforderungen nur weiterreichen und können die Wut unserer Kunden nur nachvollziehen.

    Wir werden ab heute wieder zu der gewohnten telefonischen Erreichbarkeit zurückkehren und bitten unsere Kunden um Verständnis, da wir erstmal die Erreichbarkeit der Server wieder gewährleisten mussten und keine Zeit hatten parallel alle Kunden zu informieren.

    In Vertretung für die InterArea Network Communications GbR und alle Projekte unseres Unternehemens:

    Florian Selle
    - Geschäftsführer -


    InterArea Network Communications GbR
    Schiffahrter Damm 303
    48157 Münster
    Telefon: 0251 1442995
    Telefax: 0251 1442996
    E-Mail: fselle@muenster.de (bis auf weiteres)


    Für alle rechtlichen Fragen und Angelegenheiten:

    Rechtsanwälte
    Schunck & Kollegen
    Herrn Rechtsanwalt Stefan Braun
    Neubrückenstr. 50-52
    48143 Münster
    Telefon: 0251 - 44182, oder 20515
    Telefax: 0251 - 42652, oder 20517
    braun@anwaltsbuero-muenster.de

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    Re: Offizielle Stellungsnahme der InterArea Network Communications GbR

    Wer Shell-Hosting anbietet, hat auch zwangsläufig mit DDoS Attacken zu rechnen.

    Das gehört so zusammen wie Mann und Frau.


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    Re: Offizielle Stellungsnahme der InterArea Network Communications GbR

    @Mods: Am Besten diesen Thread schließen, bevor der wieder zerhackt wird!

    MfG,

    Miles

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    Linux is like a wigwam: no windows, no Gates and an Apache inside


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    Re: Offizielle Stellungsnahme der InterArea Network Communications GbR

    besser ist das


    Gruß Thomas


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