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    RE: Wie messen Webhost den Traffic?

    Nun erkläre mir doch bitte einmal, wie Du jedem Benutzer einen Apache-Prozess geben willst?

    Gehen wir mal von ca. 100 Kunden auf dem Server aus.

    Annahme 1: Du gibst jedem Benutzer einen einzigen Apache Prozess. Tja, dann freut sich dieser Benutzer natürlich unheimlich, falls mal zu Stoßzeiten mehrere leute auf seine Seite wollen und nicht bedient werden.
    Das wären ca. 100 Apache Prozesse. Aber, das sollte machbar sein.

    Annahme 2: Du gibst jedem Benutzer einen Apache Prozess, der weitere Prozesse spawnen kann (hmm, nun ratet mal, wer einen Prozess generieren darf, der auf Ports < 1024 horchen kann?!?). Dann hat schonmal mind. jeder Benutzer einen Prozess. Damit sind wir bei mind. 100. Okay, dann haben einige Kunden etwas grössere Seiten, sprich es werden immer wieder einige Prozesse gespawnt. Sagen wir 20 Kunden mit großen Seiten (nicht riesig, aber mit regelmäßigen Besuchern). Dann sollten da schon mind. 5 Prozesse zur Verfügung stehen. Das sind dann gleich weitere 100 Prozesse. Damit bist Du schon bei insg. 200 Prozessen.

    Aber zu beiden Annahmen ist folgendes zu sagen:

    Beide Versionen sind mehr als nur resourcenfressend. Des Weiteren werfen sie alle speicheroptimierenden Konzepte über Board. Der Apache verkümmert zu einem der dümmsten Webserver.

    Ok, dein Ziel hast Du erreicht, sprich den Traffic des Users (nur vom Apache). Es fehlen natürlich noch die Anpassungen und das Port < 1024 Problem, aber das sollte ja nach Kernel Hacking kein Problem sein.

    Bei Mail könnte man gleich einen eigenen Mailserver schreiben, da man zumindest einbauen müsste, dass die Bytes, die über eine IP per Mail gesendet worden sind auch geloggt werden. Das ist definitiv NICHT mal eben gemacht. Dagegen ist das POP BEFORE SMTP Modell ein Kindergarten. Für POP müsste man dann sowas ähnliches backen.

    Bei FTP könnte man sich wirklich anhand eines Skriptes behelfen. Das gebe ich zu.

    Aber es taucht noch ein weiteres Problem auf: Die Bytes werden vielleicht über eine bestimmte IP empfangen, aber über die HauptIP gesendet. Tja, was dann?

    Da gehört schon recht viel an Kernel Hacking zu, um das hinzubekommen. Und ich würde mich nicht wundern, wenn später noch immer Differenzen von weit über 10 % herauskommen.

    Ist das die Sache denn nun Wert?

    mfg
    S. Winter
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    Vielschreiber

    RE: Wie messen Webhost den Traffic?

    Hi,

    diese ganzen Trafficgeschichten sind eigentlich nur Zeitverschwendung.

    Zum kernel Ip-Logging: Wer macht sich die Mühe und baut das bei jedem Kernelupdate wieder neu ein? - Bei einem Server - möglich - wenn man jedoch mehrere Server am laufen halten muss ist das quasi unmöglich!

    Das einzige was wir machen, ist den FTP/HTTP Traffic mitzuloggen. Falls es große Differenzen gibt wird auch mal manuell ein Logcheck des POPd/SMPTd gemacht - ansonsten hätten unsere Server allein durch die Logauswertung 10-30 % Last.

    Einzige Probleme: Wenn ein Kunde via Perl oder PHP Daten von anderen Servern läd - das geht dann meist über die eth0:0 und kann nicht geloggt werden
    (Falls jemand dafür einen Vorschlag hätte, der ohne Manipulationen am Kernel möglich ist würde ich mich sehr freuen).

    By(t)e,
    Matthias


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    Erfahrener Benutzer

    RE: Wie messen Webhost den Traffic?

    Das Port < 1024-Problem habe ich geloest.

    Ich habe es bis jetzt noch nicht mit allzuvielen Kunden auf einem Server getestet, bin aber ziemlich zuversichtlich.
    Der Kernel-Hacking jedenfalls nimmt ca. 1-2% der Performance weg, das ist also kein Problem und 10 Apaches brauchen auch kaum mehr ram als 1 Apache.

    POP3 ist auch echt einfach, der User loggt sich ein, der POP3-Daemon loggt mit welche IP das war (tut er fuer POP before SMTP eh) und der Kernel loggt mit, wieviel Traffic diese IP waehrend dieser Verbindung verbraten hat.

    Das ganze ist einfach ein anderer Aufbau, es muss eine Verwaltung fuer die unterschiedlichen Server gebaut werden, Fuer Update der Server werden "einfach" Patche gebaut und die Server ansich kosten ja auch nicht die Welt, meist ist es die Verwaltung (Installation, Updates, etc.).
    Vollautomatisierte Updates sind ja nicht nur bei Debian Linux und Cobalts moeglich...

    Die Sache ist es aufgrund des Traffics alleine nicht wert, aber es hat einige schoene Nebeneffekte, man kann z.B. in sekundenschnelle einen Kunden auf einen anderen Server legen, Kunden haben aufgrund ihres eigenen Apaches mehr Moeglichkeiten und um die Sicherheit des Apaches braucht man sich dann auch keine Gedanken mehr machen.

    > Die Bytes werden vielleicht über eine
    > bestimmte IP empfangen, aber über die HauptIP gesendet.

    Das wird hier so oft behauptet, dass ich es beinahe schon glaube, aber ich kann das absolut nicht nachvollziehen!

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