Spezial: Billiganbieter


BilligProvider

Punkt 1: Durchschnittskalkulation

Jedes Angebot basiert stets auf einer Durchschnittskalkulation. Werden zum Beispiel 15 Gigabyte Traffic angeboten, so funktioniert das Angebot nur dann, wenn der Durchschnitt aller Kunden weit unter diesem Limit bleibt, und nur ein paar Ausreißer es auch voll ausnutzen. Wussten Sie, daß es bei all den Tausend PureTec-Kunden nur einen einzigen (!) gibt, der das Transferlimit von 25 GB in dem Premium-Paket auch wirklich ausnutzt? Wenn Sie ein erfolgreiches Angebot planen, oder schon von vorneherein wissen, daß viele Leute auf Ihre Seiten zugreifen (etwa weil Sie Claudia Schiffer Bilder veröffentlichen), dann sollten Sie von vorneherein vorsichtig sein. Denn ein solcher Kunden kann einem kleinen Anbieter ganz schön in die Bredouille bringen. Denn die Durchschnittskalkulation kommt so ganz schön schnell durcheinander. Und das wird der Anbieter ziemlich direkt in seinem Portemonnaie spüren. Die Folge: Oft kommt eine Kündigung, man versucht den unbeliebten Kunden loszuwerden.

Die Faustregel: Je kleiner die Firma, bei der Sie einkaufen, desto eher werden Sie hier in Probleme gelangen. Bei den großen fällt ein Ausreißer nicht so sehr ins Gewicht wie bei den kleinen Firmen.

Ihr gutes Recht: Achten Sie bei der Auswahl des Providers schon auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Denn wegen eines erfolgreichen Angebots alleine kann Ihnen kein Anbieter kündigen. Deshalb bauen manche Anbieter in ihre AGB abenteuerliche Regelungen ein, mit denen sie im Zweifelsfall nicht Durchschnitts-Kunden loszuwerden versuchen. Prüfen Sie deshalb vorher die AGBs, achten Sie auf Einschränkungen beim Übertragungsvolumen. Und: Es gelten jeweils nur die AGBs, die mit Ihnen zum Vertragsschluß vereinbart wurden. Nachträgliche Änderungen können nicht einfach vom Provider einseitig beschlossen werden.