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Netzwerke im Medienzeitalter

  • Veröffentlicht am 30.04.2015
  • Redaktion Webhostlist

Seitdem Computer und Internet unseren Alltag beherrschen, boomt auch die Metapher "Netzwerk". Am häufigsten sind dabei zwei Bedeutungen dieses Ausdrucks anzutreffen: Zum einen werden so bestimmte Online-Portale genannt, die Menschen zum Zwecke des Informationsaustauschs miteinander verbinden, zum anderen wird damit die Verbindung von verschiedenen Computern zum Austausch von Daten bezeichnet.

Das Übertragen von Nachrichten im weitesten Sinne stellt das zentrale Element von Netzwerken dar, sei es der Informationsaustausch unter Menschen oder der von elektrischen Geräten. Die einstmals klare Trennung von technischer und menschlicher Kommunikation hat sich mit der fortschreitenden Entwicklung und Nutzung des Internets zunehmend aufgelöst. Moderne menschliche Kommunikation ist Nachrichtenübertragung mittels technischer Kommunikation von Computern.

Grundlagen


Als Computernetzwerk wird die Verbindung verschiedener Computer bzw. Computersysteme bezeichnet, die hergestellt wird, um den Datenaustausch zwischen den Geräten zu ermöglichen. Die Verbindung kann auf verschiedene Weise eingerichtet werden. Kabelübertragungen spielen dabei die nach wie vor bedeutendste Rolle, Funkübertragungen (Wireless-Netzwerke) gewinnen aber zunehmend an Bedeutung. Für gewöhnlich stellen in einem Computernetzwerk manche Geräte permanent ihre Dienste zur Verfügung: Sie werden als Server bezeichnet. Die anderen Geräte, die diese Dienste vom Server in Anspruch nehmen, bezeichnet man als Clients. Das Server-Client-Modell ist allerdings nicht zwingend. Vor allem auf Netzwerkpartys werden auch sogenannte Peer-to-Peer-Netzwerke aufgebaut. Wichtigster Unterschied zum Server-Client-Modell ist dabei, dass die Rechner gleichberechtigt sind.

Varianten von Computernetzwerken


Es gibt zahlreiche Arten von Computernetzwerken. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal bemisst sich an ihrer Reichweite bzw. Ausdehnung:

  • Das Personal Area Network, kurz PAN, beschränkt sich auf eine Reichweite von ungefähr zehn Metern. Die Verbindung des Desktopcomputers mit dem eigenen Laptop oder Tablet könnte beispielsweise ein solches PAN bilden. PANs sind für gewöhnlich leicht einzurichten und verwaltungstechnisch unkompliziert.
  • Das Local Area Network, kurz LAN, erstreckt sich höchstens über 500m und wird meistens zu Hause oder in kleineren Unternehmen eingesetzt. Für die Verwaltung eines LANs kann es bereits sinnvoll sein, eine professionelle Netzwerkmanagementsoftware zu nutzen, wie sie beispielsweise von Solarwinds angeboten wird. Die Software überwacht das Netzwerk und kann dabei behilflich sein, die Performance des Netzwerks zu sichern. Das ist insbesondere bei Unternehmensnetzwerken von Bedeutung.
  • Die nächstgrößere Netzwerkkategorie bildet das Metropolitan Area Network, MAN. Ein MAN verbindet mehrere LANs miteinander und kann eine Reichweite von bis zu 50 km haben. MANs werden für gewöhnlich von Telekommunikationsunternehmen mithilfe von Glasfasertechnik eingerichtet. In Deutschland nahm die Deutsche Telekom das erste MAN in Betrieb.
  • Wenn sich das Netzwerk über sehr große Entfernungen erstreckt, womöglich sogar Ländergrenzen oder Kontinente überschreitet, wird es als Wide Area Network, WAN, bezeichnet. Die Anzahl der Rechner, die an ein WAN angeschlossen werden können, ist nicht begrenzt. Das momentan bekannteste WAN ist das Internet (World Wide Web). Das bedeutet allerdings nicht, dass WAN gleichbedeutend ist mit dem Internet. Das Internet ist vielmehr ein ganz besonderes öffentlich zugängliches WAN.
  • Noch größer als das WAN ist das sogenannte GAN, das Global Area Network. Das GAN erstreckt sich über die ganze Welt und verbindet mehrere WANs miteinander. Das geschieht für gewöhnlich mithilfe von Satelliten.