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Unterseekabel verlegt: Cinia verbindet Deutschland und Finnland

  • Veröffentlicht am 28.01.2016
  • Redaktion Webhostlist

Die in Finnland ansässige Cinia Group vermeldete am 12. Januar 2016 den erfolgreichen Abschluss der Verlegung eines Unterseekabels zur digitalen Datenübertragung zwischen Mittel- und Nordeuropa. Das Projekt basierte auf einem Beschluss der finnischen Regierung aus dem November 2014, nachdem diese im Mai 2013 hierfür eine Machbarkeitsstudie beauftragt hatte.

Das 1.172 Kilometer lange Kabel verfügt über eine Gesamtübertragungsleistung von 15 Terrabyte pro Sekunde. Dabei besteht das vom französischen Unternehmen Alcatel-Lucent hergestellte Kabel aus acht optischen Glasfaserpaaren. Die neue Verbindung verfügt somit über eine sehr hohe Kapazität, ist wenig Anfällig für Störungen und bietet eine sehr hohe Cybersicherheit.

Das kühle Klima, sowie die kosteneffiziente Energieversorgung stellen einige weitere Vorteile dar. Der neue Highwaykanal ermöglicht somit die kürzeste und schnellste Verbindung zwischen den wichtigsten Datencenter-Standorten Europas. Unternehmer und Firmen aus Europa und Asien versprechen sich hieraus neue Geschäftsmöglichkeiten und sehen hierin eine weitere Chance neue Märkte zu erschließen bzw. den bisher bestehenden digitalen Binnenmarkt zu erweitern.

"Die neue direkte Unterwasser-Datenverbindung unterstützt die Einwicklung des neuen europäischen Datacenterkonzepts und bietet Unternehmen aus Finnland und ganz Europa eine enorme wirtschaftliche Chance. [...] Die Ankündigung [einen weiteren] Datencenterpark in Finnland zu errichten, beweist, dass die Netzwerkinfrastruktur eine Grundvoraussetzungen für Investitionen in die digitale Wirtschaft darstellt." sagte Ari-Jussi Knaapila, CEO der Cinia Group.

Die Verlegung des Unterseekabels begann im Oktober 2015 in die finnischen Hauptstadt Helsinki und schloss am 12. Januar 2016 in Rostock ab. Die endgültige Abnahme und die damit verbundene Inbetriebnahme ist für das Frühjahr dieses Jahres geplant.