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Hetzner Online eröffnet Datacenterpark

  • Veröffentlicht am 28.07.2009
  • Redaktion Webhostlist

Am 25. Juli 2009 nahm das fränkische Hosting-Unternehmen Hetzner Online AG gemeinsam mit Politik und Wirtschaft offiziell die erste Gebäudeeinheit des neuen Dat ... Am 25. Juli 2009 nahm das fränkische Hosting-Unternehmen Hetzner Online AG gemeinsam mit Politik und Wirtschaft offiziell die erste Gebäudeeinheit des neuen Datacenterparks in Falkenstein/Vogtland in Betrieb. Zur Einweihungsfeier waren über 200 Gäste anwesend, darunter auch der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Die erste Einheit mit 1.200 Quadratmetern Stellfläche ist für den Betrieb von 10.000 Servern vorgesehen. Insgesamt verfügt der Datacenterpark über 100.000 Quadratmeter bebaubare Fläche. Das Infrastrukturkonzept, ermöglicht dabei die einfache Ansiedlung weiterer Rechenzentren-Betreiber. Um bei möglichen Störungen im Stromnetz die Stromversorgung des Rechenzentrums sicherzustellen, bezieht Hetzner Online künftig seinen Strom redundant vom Netzversorger. Der Strom wird dabei über zwei getrennte Trassen vom unmittelbar benachbarten Umspannwerk an die redundant ausgelegten Transformatoren geleitet. Das A/B-Schienenkonzept sorgt in Verbindung mit dem Einsatz statischer Transfer Schalter (STS) für eine noch höhere Verfügbarkeit der Stromversorgung. Die modulare USV-Anlage ist Dank dem N+2-Prinzip in der Lage, selbst bei Ausfall von ein oder zwei Modulen, die komplette Stromversorgung sicherzustellen. Bei einem längeren Stromausfall übernimmt künftig ein Dieselaggregat die gesamte Stromversorgung des Rechenzentrums. Zur Kühlung der IT-Hardware kommt die direkte freie Kühlung zum Einsatz. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen wird bei dieser effizienten Methode die Außenluft zur Kühlung herangezogen. Steigt die Außentemperatur an, so geht das System automatisch in den Mischbetrieb über und kühlt die Luft über Kompressoren ab. Die kalte Luft wird anschließend punktuell genau über den überdurchschnittlich hohen Doppelboden an die Lufteinlässe der Server geleitet. Möglich macht dies die sogenannte Kaltgangeinhausung, bei der die Strömungen von Kalt- und Warmluft getrennt und bewusst gelenkt werden. Die warme Luft in den Gängen sowie an der Decke des Rechenzentrums kann durch das Dach konzentriert abgeführt werden. Durch diesen optimalen Kühlkreislauf kann der Einsatz von Kaltluft reduziert und der Wirkungsgrad der Kühlung erhöht werden. Die Abwärme wird dagegen für die Beheizung von Büroräumen verwendet. Für einen schnellen Datenaustausch sorgen zwei redundant ausgelegte Highspeed-Glasfaserleitungen nach Frankfurt am Main und Nürnberg, die bis zu 800 GBit transportieren können. Dies entspricht einer Datenmenge von 25 DVDs pro Sekunde. Die gesamte Infrastruktur des Rechenzentrums wird permanent überwacht. Sollten Systemstörungen auftreten, wie z.B. bei Stromversorgung oder Klimatisierung, werden Techniker umgehend über verschiedene Kommunikationskanäle alarmiert. Ein Brandfrühesterkennungssystem lässt Hitzeentwicklung bereits im Frühstadium orten. Spezielle Tür- und Schließsysteme sowie die Videoüberwachung schützen vor unbefugtem Zutritt. Sämtliche Investitionsentscheidungen von Hardware und Netzwerk-Komponenten werden durch die Frage der Energieeffizienz bestimmt. Darüber hinaus überwacht das eigens konzipierte „Energy Efficience Monitoring“-System den Stromverbrauch in allen Bereichen des Datacenters. Durch Auswertungstools kann so der Stromverbrauch optimiert werden. Als Stromlieferant setzt Hetzner Online wie auch bei den bisherigen Rechenzentren in Nürnberg auf den Ökostrom-Anbieter NaturEnergie AG, der Strom aus Wasserkraft erzeugt. Zusätzlich wird sich künftig eine Photovoltaikanlage auf dem rund 1.300 Quadratmeter großen Dach erstrecken, die die gewonnene Energie ins Stromnetz einspeist.