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Preisschub bei .com Domains?

  • Veröffentlicht am 26.10.2011
  • Redaktion Webhostlist

Verisign, die amerikanische zentrale Registry für .com und .net Domains, wird im Januar die Preise deutlich anheben. So werden .com Domains 7% und .net Domains knapp 10% teurer. Doch diese Erhöhung könnte erst der Anfang einer ganzen Reihe von Preisschüben darstellen, an deren Ende die Preise für einige Top Level Domains sogar 70% höher sind als aktuell.

So vermutet es die Gecshäftsführerin von Domain Factory, Sara Marburg in einem Blogpost. Denn eine ganze Reihe von Faktoren sprechen für höhere Preise am Markt.

Verisign als Registry stehen höhere Preise im Jahresverlauf 2012 zu.
Neben den Registry-Kosten könnten andere Gebühren, z.B. für die Zentralverwaltung der ICANN hinzukommen.
Die Domainpreise für .com und .net Domains werden in US-$ angegeben und unterliegen damit Wechselkursschwankungen. Und angesichts der Schuldenkrise ist der Euro bekanntlich aktuell unter Druck.

Fest steht aktuell eines: Am 15. Januar 2012 darf Verisign den Preis für .com Domains von $7.34 auf $7.85 und für .net Domains von $4.65 auf $5.11 erhöhen. So sieht es eine 2006 zwischen der ICANN und Verisign getroffene vertragliche Vereinbarung vor. Verisign selber verweist dabei auf das anhaltende Wachstum im Internet und immer stärker werdende Denial of Service-Attacken die verstärkte Investitionen erfordern würden.

Bedeutet dies automatisch steigende Preise für deutsche Endkunden? Nein, denn hiervon sind zunächst einmal die "Großhandelspreise" direkt in den USA betroffen. Ob und wie stark deutsche Provider ihre Preise erhöhen hängt von dem jeweiligen Unternehmen ab. Angesichts steigender Einkaufspreise ist es aber nicht unwahrscheinlich, dass diese auch an den Kunden weitergegeben werden. Es bleibt also spannend.