Apache WebServer

  • 29.08.2016


Der Apache HTTP-Server ist ein kostenfreier, quelloffener Webserver, der durch Module auf die individuellen Bedürfnisse von Nutzern eingeht.

ping Die Apache Software Foundation entwickelte 1995 als Gründungsprojekt aus dem Vorläufer NCSA HTTPd den HTTP-Server und benannte ihn nach dem Indianerstamm der Apachen. Der Name hat nichts damit zu tun, dass die Software gepatcht ist, also regelmäßige Aktualisierungen benötigt.

Es handelt sich bei der Apache Software Foundation um eine ehrenamtlich arbeitende Organisation, die ihre Open-Source-Produkte wie den Apache HTTP-Server und seine Quellcodes frei zur Verfügung stellen. Das heißt, dass jeder, der genügend Kenntnisse in der Programmiersprache C hat, den Server auf sich zuschneiden und andere an den daraus resultierenden Erfahrungen teilhaben kann. Somit wird insgesamt die Weiterentwicklung der Webserver vorangetrieben.

Entscheidet sich eine private oder öffentliche Person lokale, firmeninterne oder weltweit zugängliche Dokumente im Internet oder Intranet zur Verfügung zu stellen, schafft die Webserver-Software eine Verbindung zum Webbrowser des Benutzers. Ruft jemand eine bestimmte URL ab, antwortet der Webserver auf die Anfrage mit den zuvor erstellten statischen oder dynamischen Inhalten. Diese Kommunikation zwischen Webserver und Webbrowser nennt man Hypertext Transfer Protokol, daher HTTP. Diese Protokolle benötigen lediglich eine geringe Anzahl an Befehlmöglichkeiten des Nutzers sowie eine ebenso übersichtliche Anzahl von Server-Antworten.
Der Befehl-Antwort-Wechsel ist dann jedoch etwas umfangreicher und benötigt bei einer komplexen Seite um die hundert Befehle und Serverantworten. Das bemerkt man daran, dass sich manche Internetseiten schneller als andere öffnen. Ein Beispiel, bei dem man diesen Dialog an der Benutzeroberfläche sehen kann, ist beim Surfen, wenn man mal eine falsche oder abgelaufene URL eingibt bzw. auf einen abgelaufenen Link klickt. Die Meldung 404 NOT FOUND ist die Antwort des Servers auf den Befehl GET. Sie bedeutet, dass das Dokument nicht existiert.

Die statischen Inhalte auf Internetseiten wie bspw. Text und Bilder (in jpeg, png, bmp oder gif) werden durch Befehle in der Skriptsprache HTML erstellt. Diese Programmiersprache basiert auf einfachen Header-Eingaben, die vom Apache Webserver gezielt eingesetzt werden können. Die dynamischen Inhalte, gerne von Blogs und Onlineshops genutzt, generieren die Internetseite bei jedem Neuaufruf neu. Ähnlich wie die statischen Inhalte müssen diese durch Skriptsprachen erstellt werden.
Je nachdem mit welchem Betriebssystem man arbeitet kann man in den Apache HTTP-Server für diese PHP oder Javascript als Module einbauen (u.a. mod_perl, mod_php, mod_ruby), um seine Befehle zu formulieren. Weitere Module sind zur Authentifizierung, zur Unterstützung von Protokollen, zur Weiterleitung an andere Server, zur Umschreibung von Anfragen oder Informationen über Dateitypen verfügbar. So hat man am Ende eine stabile Internetseite, die bei geringem Aufwand, entweder unverändert oder an den Benutzer angepasst, besteht.

Marktanteile
Im April 2016 war der Apache HTTP-Server der führende Webserver auf dem Markt. Das ist wahrscheinlich dem Fakt geschuldet, dass er alle Betriebssysteme bedient und modular aufgebaut ist. In Linux und Mac OS X ist der Apache standardmäßig enthalten. Für Windows, Solaris und Unix ist er bspw. in der XAMPP enthalten, einer Zusammenstellung freier Software, die von der so genannten Apache Friends bereitgestellt wird.
Inzwischen gibt es Apache 2, wobei lediglich die Version 2.4 weiterentwickelt wird. Die anderen Versionen werden nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt. Die Installation geht einfach und schnell, für die Handhabung der einzelnen Module stellt die Apache Software Foundationen alle Informationen zur Verfügung. Es gibt unzählige Foren, in denen Erfahrungen ausgetauscht werden und Benutzerhandbücher mit Kniffen und Tricks sind auch auf dem Markt. Es ist weiterhin ein reger Dialog über dieses Produkt im Gange, auch wenn Microsoft bspw. mit seiner kostenpflichtigen Version einen wichtigen Konkurrenten bildet.