Cookie

  • 07.06.2017


Für einen Webserver sind einzelne Seitenaufrufe voneinander unabhängige Ereignisse, selbst wenn sie vom gleichen Benutzer erfolgen.
Wie kann sich der Webserver dann aber den einzelnen Käufer und seinen derzeitigen Warenkorb merken?

Er übermittelt an den Browser des Käufers ein Cookie (englisch "Keks"), eine kleine Textdatei. Sie kann eine eindeutige Sitzungsnummer (Session Cookie), Seiteneinstellungen wie die gewählte Sprache oder andere Informationen enthalten. Der Browser speichert dieses Cookie ab und übermittelt es mit jedem neuen Seitenaufruf an den Webserver.

Mithilfe der Sitzungsnummer kann dann beispielsweise der derzeitige Inhalt des zwischengespeicherten Warenkorbs angezeigt werden. Ein Cookie besteht mindestens aus einem Namen und einem Wert, es kann auch noch andere Eigenschaften besitzen.

Die wichtigste ist die Lebensdauer, die bestimmt, wie lange das Cookie im Browser gespeichert werden soll. Ist sie nicht gesetzt, wird es automatisch beim Beenden des Browsers gelöscht. Cookies können dazu missbraucht werden, um das Surfverhalten des Anwenders aufzuzeichnen und ein Benutzerprofil zu erstellen. Häufig werden hierfür so genannte Drittanbieter-Cookies verwendet.

Sie stammen nicht von der besuchten Seite, sondern werden von einer anderen Webseite beispielsweise durch ein Werbebanner angelegt. Seit 2009 fordert deshalb die "Cookie-Richtlinie" der EU (E-Privacy-Richtlinie 2009/136/EG), dass der Nutzer auf die Verwendung nicht unbedingt benötigter Cookies hingewiesen wird mit der Möglichkeit, ihr zu widersprechen.

Bei manchen Produkten wie Google AdSense ist ein solcher Hinweis verpflichtend, beim Einsatz von anderen Analyse- und Trackingtools auf einer Webseite ist er zu empfehlen.