TCP/IP

  • 05.02.2017


Wenn Menschen sich verstehen wollen, müssen sie eine gemeinsame Sprache sprechen und bestimmte Kommunikationsregeln einhalten.

Das Gleiche gilt für Rechner, wenn sie sinnvoll Informationen austauschen wollen. Für Computer werden Sprache und Regeln der Datenübertragung durch Netzwerkprotokolle definiert, deren Zusammenspiel den Austausch von Nachrichten erst ermöglicht.

TCP/IP ist eine Sammlung solcher Netzwerkprotokolle, die heute die Grundlage für die Kommunikation im Internet darstellt. Die Anfänge reichen bis in die 1960er Jahre zurück. TCP steht für "Transmission Control Protocol", IP für "Internet Protocol". Für die Kommunikation in Rechnernetzen wird in der Praxis eine Einteilung in funktionale Schichten vorgenommen.
Für die Internetprotokollfamilie ist es das TCP/IP-Referenzmodell, das vier aufeinander aufbauende Schichten beschreibt. Jede Schicht übernimmt eine spezielle Aufgabe und kann mit den Diensten der jeweils darunterliegenden Schicht über definierte Schnittstellen kommunizieren.

Die oberste wird als Anwendungsschicht bezeichnet und enthält alle Netzwerkprotokolle, die mit Anwendungsprogrammen zusammenarbeiten. Ein bekanntes Protokoll dieser Schicht ist HTTP, auch POP3 oder IMAP zum Abrufen von E-Mails sind hier angesiedelt.
Die Transportschicht ermöglicht die Kommunikation zwischen zwei Rechnern. Das wichtigste Protokoll hier ist das Transmission Control Protocol (TCP), das einen zuverlässigen Datenaustausch sicherstellt.
Die Aufgabe der Internetschicht ist es, für ein empfangenes Datenpaket das nächste Zwischenziel zu bestimmen und es dorthin weiterzuleiten. Die geschieht meistens über das Internet Protocol (IP) mit den bekannten IP-Adressen. Die Netzzugangsschicht stellt einen Platzhalter dar für verschiedene Techniken, die einen Rechner an das Netzwerk anschließen können, beispielsweise Ethernet oder 802.11 (WLAN).

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